Bereits da hatte die Band das Tempo angezogen und die Thrash Einflüsse nahmen größeren Raum ein. So startet auch der neue Longplayer mit einem staighten Thrasher. Insgesamt klingen ENABLER leider nicht mehr so verstörend wie auf den letzten Releases. Sicher ist die Platte noch rau und aggressiv produziert, die Intensität der Vorgänger erreicht sie nicht. Es fehlen mir die düsteren morbiden Zwischenspiele, die sonst noch viel häufiger durchblitzen. Wenn das wie bei ´Isolation Sickness´ mal geschieht, dann ruiniert die cleane Stimme die Atmosphäre. Da bin ich wie auch an manch anderer Stelle etwas an LINKIN PARK erinnert, was eindeutig nicht als Kompliment zu verstehen ist. Sicher klingen ENABLER derber als die Megaseller, die Stoßrichtung ähnelt sich aber. Und so nett wie bei ´Malady´ habe ich ENABLER noch nicht gehört, das ist mir zu nichtssagend.
Die Tatsache, dass das neue Langeisen gegen die großartigen Vorgänger abfällt, bedeutet aber nicht, dass es ein schlechtes Album ist. Die 13 Tracks bieten über weite Strecken derben, aggressiven Thrash mit Punk und Hardcore Kante ohne testosteronschwanger zu klingen. ´Fail To Feel Save´ ist ein gutes, aber kein besonderes Album mehr. Schade, denn die Jungs um Jeff Lohrber haben bewiesen, dass sie mehr können.
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