Ambitioniert geht das Quartett aus Las Vegas zu Werke, man ist auf Eingängigkeit bedacht, produziert schöne “Singalong-Refrains”, die nicht weh tun, so dass den Amis auf der Zielgeraden des Albumsdie Luft ausgeht und das laue Lüftchen weder zum küssen noch zum töten ausreicht.
Potential nach oben darf man ENDEVERAFTER allerdings trotzdem bescheinigen, so überzeugen in einer kraftlosen Produktion, welche vor allem den Gesang fokussiert, in erster Linie die Gitarren. So sind nicht zuletzt die Soli und das Riffing in den gehobenen Tempobereichen nicht nur erstklassig sondern exzellent.
In diesen Momenten rocken ENDEVERAFTER tatsächlich unbekümmtert drauf los, so dass man fast vergisst, dass man es hier mit einem mittelmäßigen Album zu tun hat.
Und trotzdem, noch sind ENDVERAFTER einfach zu brav, um mit Genre-Größen wie den Hellacopters oder Backyard Babies mithalten zu können und für eine steile Radiokarriere klingen die Amerikaner viel zu angestaubt.
Powerage Records sehen ihre Schützlinge schon auf direktem Wege zum Rock-Olymp. Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt und sollten ENDEVERAFTER tatsächlich irgendwann einmal ganz oben ankommen, dann müssen sie es sich zwangsläufig verdient haben. Denn der Weg dorthin ist noch verdammt weit...