Doch sie versinken auf "Saivon Lapsi" nicht in Pseudo-SloMo-Doom-Selbstmitleid, sondern sie verleihen ihrem Weltschmerz mit jeder Menge Death Metal-lastiger und thrashiger Aggressivität in knackigen Mid- und Uptempo-Nummern Ausdruck. Geträumt werden darf aber dennoch. Dafür sorgen jede Menge Melodien, atmosphärische Intros und Zwischenstücke sowie kühler Keyboard-Bombast. Vielfach schlagen ETERNAL TEARS OF SORROW auch die Brücke zum klassischen und modernen Heavy Metal, was nicht zuletzt an den verspielten Gitarren-Soli und am cleanen Gesang von Jarmo Kylmänen liegt.
Die moderne und fette Produktion adelt dieses gelungene Album. Persönlich fehlen mir ein paar herausstechende Hits und das letzte Quäntchen Originalität, denn damit wäre dem Sechser mit diesem Album schlussendlich der ganz große Wurf gelungen.
Nichtsdestotrotz setzen ETERNAL TEARS OF SORROW mit "Saivon Lapsi" ein dickes Ausrufezeichen, das keinen finnlandaffinen Musikfreak enttäuschen wird.
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