EVERCLEAR? Schon einmal gehört? Mit Sicherheit! Denn die 1992 in Portland, Oregon, gegründete Rockband kann auf zahlreiche Hits zurückblicken, die durch die „Heavy Rotation“ auf MTV, VIVA oder im Radio auch in den letzten Winkeln unserer damals frisch wiedervereinigten Bundesrepublik zu hören waren. 'Heroin girl', 'Santa Monica' oder 'I will buy a new life' werden uns nach dem Hören der ersten Takte bestimmt bekannt vorkommen.
Nach neun Longplayern erscheint nun also mit „Invisible Stars“ der zehnte Streich, seit sechs Jahren wieder neues Material, mit dem EVERCLEAR ihrer Linie treu bleiben. Im Westen nichts Neues. Befinden sich auf „Invisible Stars“ doch zwölf gute Laune verbreitende, massen- und radiotaugliche Songs, die vollkommen glatt geschliffen den guten alten Party-College-Rock mit Elementen des Mainstream-Punks im Stile von BLINK 182 verbinden.
Charakteristisch sind dabei die eingängigen Melodien, groovige Riffs und Chorgesänge ('Jackie Robinson'), die in den Staaten wahrscheinlich jede Highschool- und College-Party zum Rocken bringen und die Party-People zum Mitgrölen bewegen werden. Der Kollege Zwingelberg weiß da sicher aus seiner Zeit in North Carolina einiges zu berichten, hatte er sich doch auf den langen Weg über den großen Ozean aufgemacht, um die ein oder andere Party inklusive Verkleidungen zum Zwecke von Sozialstudien persönlich erleben zu können.
Es reiht sich also eine Partyhymne an die andere. 'Santa Ana wind', 'Be careful what you ask for' und 'I am better without you', um nur einige zu nennen. Erfrischend anders ist vor diesem Hintergrund das rockig bodenständige 'The golden rule', nicht ganz so melodisch, dafür aber more straight forward.
Kurz: Angenehm zu hören, mehr als partytauglich, insgesamt ganz nett.