Ein Blick auf das Coverartwork des Debüts der 2008 von Sänger/Gitarrist Nader gegründeten Band zeigt, dass sich das Trio durchaus mit den Problemen der heutigen Zeit auseinandersetzt. Klar, dass man dann auch mal aneckt. Nachdem die Band 2010 bereits ein Demo namens „Death Thrashers Rising“ veröffentlich haben, war es nun Zeit für den ersten Longplayer. Zielvorgabe beim Songwriting war, möglichst schnelle Riffs zu schreiben, die den Geist des 80iger Jahre Thrash wiederbeleben könnte. Mit diesem Anliegen stehen die Jordanier bekanntlich momentan nicht alleine da, man denke nur an Bands wie EVILE, HEXEN oder WARBRINGER. Doch, man höre und staune, nach dem Intro donnern die Jungs tatsächlich in bester Thrash-Death Manier der späten 80iger aus den Boxen. Sofort kommen Erinnerungen an INCUBUS geniales Zweitwerk „Beyond the Unknown“ bei mir hoch. Aber auch die rauen Nummern der US Death Metal Legende DEATH dürften beim Songwriting für „Suspended Society/Mutilated Variety“ Pate gestanden haben. EXILE blastspeeden sich, Gott sei Dank, nicht durch ihr Debüt, sondern setzen auf die Abwechslung schneller und langsamer Parts, um so ordentlich Druck zu erzeugen (z.B. „Coronation of Disgrace“) und die Nackenmuskulatur schnell auf Betriebstemperatur zu bringen.
Auf „Suspended Society/Mutilated Variety“ erlebt der Thrash-Death der späten 80iger/frühen 90iger wahrlich eine Renaissance. Nader & Co zeigen ein gutes Händchen für druckvolle, aggressive Songs mit Wiedererkennungswert (z.B. „Iron Hands“). Das Dasein als echte Untergrundkultur – augenscheinlich im wahrsten Sinne des Wortes – scheint sich positiv auf das Songwriting des Trios niedergeschlagen haben. Lassen wir mal den Exotenbonus außen vor - hier bekommt man wirklich eine sehr gelungene, ehrliche Thrash Metal Platte alter Schule präsentiert. Klare Kaufempfehlung!
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