Mit ihrem zweiten Album machen die Römer genau das, was die italienischen Politiker derzeit vermissen lassen: Sie geben Vollgas! Dass italienische Metaller es gerne schnell mögen, ist ja auch kein Geheimnis mehr, mit EYECONOCLAST versucht sich jedoch eine Band der extremen Spielart in der Szene zu etablieren. Dementsprechend werden rasende Blast Speed Passagen mit technischen Raffinessen und wütenden Schreien verbunden. Dass am Ende ein Song von THE CROWN gecovert wird, ist unter dem Blickpunkt des Härtegrades wenig verwunderlich, allerdings klingen die Vorbilder der Italiener doch deutlich eingängiger als Giuseppe Di Giorgio & Co. Die 10 Eigenkompositionen der Band bewegen sich eher zwischen technischen CANNIBAL CORPSE Songs der ersten Stunde und CRYPTOPSY – für uns Lokalpatrioten sei hier noch der Verweis auf die Hildesheimer Hochgeschwindigkeitstechniker CASUS untergebracht.
Bei mir persönlich erzeugt die unruhige Hochgeschwindigkeitsfahrt der Italiener den Wunsch unverzüglich auf der A7 mit Tempo 300 durch die Baustelle zu rasen, um zu gegebener Zeit einen Fiat Panda zu rammen. Ich würde mir daher mehr langsamere Passagen wie etwa in „XXX – Manifest of Involution“ oder „Mother Genocidal Machine“ wünschen.
Für Jünger des technisch anspruchsvollen, rasend schnellen Bleifußes dürften EYECONOCLAST auch mit ihrem Zweitwerk für wahre Erweckungserlebnisse sorgen, mir ist die Scheibe in ihrer gnadenlosen Konsequenz etwas zu anstrengend und wenig abwechslungsreich!
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