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Fallen Yggdrasil - Prospect of Prey

VÖ: 25. März 2006   •   Label:  Eigenproduktion
04. Juli 2007

Und so schienen die ambitionierten Süddeutschen desgleichen folglich endlich auf jenem Weg zu sein, auf welchen sie gehören. Doch wie so häufig kommt alles anders als man denkt. Denn kaum zwei Jahre nachkommend gilt die Zusammenarbeit mit Supreme Chaos Records als beendet. Fallen Yggdrasil stehen somit erneut wieder ohne Label da, was die vorliegende, in Eigenregie aufgenommene Promo "Prospect of prey", welche mit Nachdruck darlegt, dass es sich hierbei zweifelsfrei um eine der vielversprechendsten Bands im deutschen Death Metal Bereich handelt, jedoch hoffentlich wiederkehrend korrigiert. Mächtig dampfend, zwischenzeitlich sogar beinahe doomig sowie zuweilen darüber hinaus von einem Hauch schwedischen Death Metals untermauert, ertönen neben dem in Symbiose mit Blastparts daherkommenden Gitarrengeschredder gar unerwartet imposante langsamere Parts auf dem dreiliedrigen Silberling, wodurch das Songwriting fortan nicht nur sehr bereichernd, sondern des Weiteren in erster Linie immens abwechslungsreich erschallt. Beiläufig fortschrittlich auffallend strukturiert, erklingen ebenso Simon Kratzers brachiale und voluminösere Growls zu welchen sich davon abgesehen heiseres Kreischen fachgemäß verwoben hinzugesellt und auf diesem Wege eilends die Eigenständigkeit wie auch die kreativen Überraschungsschübe dieser Truppe demonstriert. Ferner ist infolgedessen sowohl die Mischung ungewöhnlich frappant stimmig als auch die ordentlich-groovenden, mit dem notwendigen Schuss Würze abtretenden Riffs, welche trotz des gemäßigten Tempos deutlichst offenbarend straight nach vorne gehen und den Hörer problemlos in den Bann ziehen. Selbst die dezente, im Hintergrund agiernde Leadgitarre wie auch das eine wichtige Rolle spielende Schlagzeug, setzen beständig gekonnt überzeugende Akzente und verleihen den von Vielschichtigkeit pulsierenden neuen Songs einen erstmaligen Drive, sodass fürwahr keine Wünsche offen bleiben. Innovativ, bedacht, brachial und einfach tödlich setzen Fallen Yggdrasil ihre Jagd allererster Güte auf "Prospect of Prey" konsequent fort und stechen mit ihrem erfrischenden Soundcharakter nicht nur manch eine der etabliertesten Formationen auf nationaler Ebene locker aus. Bestechend durch eine Melodieführung in Kombination von wohl dosierter Härte als auch unheimlicher Intensität, in der kein Song dem anderen gleicht, wäre es aufgrund dessen mehr als nur wünschenswert und gerecht, wenn die Tübinger endlich einen länger anhaltenden Deal ergattern. Verdient hätten sie es nämlich allemal, und so bleibt abschließend lediglich die Hoffnung, nicht mehr allzu lange auf ein neues Full Length-Werk warten zu müssen, denn hier scheint sich de facto Großes zusammenzubrauen!

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