FIREFORCE sind zweifellos im traditionellen Heavy Metal verwurzelt und blicken dabei mal mehr nach England („Firepanzer“), mal mehr in die USA, z.B. bei „Forever In Time“. Dass der Song ein bisschen an ICED EARTH erinnert möchte man ja mittlerweile kaum noch sagen, stimmt musikalisch aber. Zwar tritt die Band auch ganz gerne mal aufs Gaspedal, ist aber doch vor allem um Ausgewogenheit und Abwechslung bemüht, so dass jeder Song etwas anders klingt und nicht nur Schema-F abgespult wird. Zwar finden sich hier keine aufgeplusterten Bubble Gum Chöre, aber insgesamt setzen FIREFORCE schon auf eingängige Hooks, die aber durch den Anspruch begrenzt werden, handfesten Heavy Metal abzuliefern und nicht zu sehr ins Seifenwasser weichgespülter Hardrocker zu gelangen. Ob ich FIREFORCE in der Blindverkostung aus einem Pulk Mitbewerber heraushören könnte, wage ich zwar zu bezweifeln. Trotzdem gefällt der Heavy Metal im Stile von Bands wie MYSTIC PROPHECY, deren Frontmann R.D. Liapakis für die Produktion verantwortlich zeichnet, JUDAS PRIEST, GRAVE DIGGER, HOLY MOTHER & Co. Soundtechnisch kann man, für meinen Geschmack, auch die Landsmänner von IRON MASK ausstechen. Dass CD-Käufer gleich drei Bonus-Tracks bekommen, erinnert etwas an die Anfangstage der CD, als die Industrie die Vinyl-Käufer zum kleineren Silberling locken wollten. Immerhin bekommen Vinyl-Liebhaber aber auch einen Bonus-Track. Je nach Format bekommt ihr also mindestens 10 Songs für eure Euronen. „Feuer frei“ ist das Motto von FIREFORCE auf Album Nummer Vier. Mit „Rage of War“ liefern die Belgier gefälligen Heavy Metal mit kantigen Riffs und guten Hooks ab und rangieren irgendwo zwischen JUDAS PRIEST und ICED EARTH. Gefällt!
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