Nicht nur die die dänische Fernsehserie „Borgen – gefährliche Seilschaften" vermag zunehmend eine größere Fangemeinde bei uns zu generieren, auch schon Rock- und Metal-Acts wie VOLBEAT ist dies schon gelungen.
Die Newcomer von FRANKLIN ZOO zählen eindeutig in diese Kategorie, obwohl sie sich einem Musikstil verschrieben haben, der von vielen schon seit längerem totgesagt worden ist, dem GRUNGE. Das hat sich allerdings als voreilig erwiesen, bringen doch immer mehr Ikonen dieses Genres neue Alben heraus.
Dass der Grunge nicht tot ist und durch die Zurhilfenahme von Elementen anderer Stilrichtungen (Man nehme nur die immer mal wiederkehrenden Klassik-Metal-Gitarrensoli: 'Stay') überaus modern und überzeugend klingen kann, beweisen die fünf Dänen in eindrucksvoller Manier. Vergleiche mit SOUNDGARDEN, vor allem in Hinblick auf die variantenreiche Stimme von Leadsänger Rasmus Revsbech, dem typischen rauen Grunge-Sound sowie dem Händchen für großartige Melodien, liegen auf der Hand, wie 'My Dying Day' eindrucksvoll unter Beweis stellt. Würde es MTV in der Form der 90er Jahre noch geben, wäre dieser Song für die Heavy-Rotation mehr als prädestiniert. Daneben finden sich aber auch Hardrock- Einflüsse, vor allem auch was die groovigen Riffelemente angeht. LED ZEPPELIN lassen grüßen ('Overflown').
Darüber hinaus sind natürlich auch Ähnlichkeiten mit den modernen Jüngern des Grunge wie SEETHER nicht zu leugnen. Doch das genuin Eigene im Sound von FRANKLIN ZOO liegt in der kongenialen Mischung aus allen Einflüssen, die etwas Neues entstehen lassen, wie zum Beispiel die Powerballade 'Known In Me'.
Fazit: In überhaupt nicht eintöniger oder sich wiederholender Weise wird der überaus angenehm überraschte Zuhörer von dem dynamisch und harten, aber immer auch melodischen-hardrockigen Grunge erfreut, der bei mehreren Songs überaus hitverdächtig ist. SOUNDGARDEN trifft auf LED ZEPPELIN.