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Freevil - Freevil Burning - A Piece Of Sickness In Stereo Where Available

VÖ: 29. Oktober 2007   •   Label:  Nastified Productions
von Marc Stoffregen
16. Dezember 2007

Der alberne Bandname (man hätte sich auch gleich Free Willy nennen können) und das posermäßige Albumcover, welches ein kleinbusige, blutverschmierte Olle abbildet, ließen auf den ersten Eindruck auf nichts Gutes hoffen. Doch die Musik der Schwedencombo erweist sich dann doch als ganz nett. Zwar ist man weder richtig black und böse, noch äußerst thrashig oder deathig, sondern mixt vielmehr alles etwas wirr durcheinander. Der daraus resultierende Gesamtsound ist zugegebener Maßen allerdings ganz nett und vor allem dürften sich die Jungs einen dicken Innovations-Sticker auf das Album kleben. Die Band besteht aus Mitgliedern von (Ex-) Witchery, Denata und Seance. Mit Ersteren kann ich allerdings nichts anfangen, Zweitere sagen mir gar nichts und die zuletzt Genannten kenn ich nur flüchtig vom Namen. Das Witzige an dieser Scheibe sind definitiv die Keyboards, die zwischen Jahrmarktmusik und Gruselsound wanken. Im ersten Moment sicher gewöhnungsbedürftig, im Nachhinein aber eine wohlklingende Abwechslung zu anderen Bands. Gesanglich tendiert man schon etwas zu Black Metal Vocals, jedoch wird der Frontmann hier nie zu heißer oder keifend. Dies alles mit dem flotten wiederum thrashlastigen , teils auch verspieltem Gitarrenspiel erinnert mich ein wenig an Children Of Bodom, gleichwohl beide Bands ansonsten herzlich wenig gemein haben dürften. Das Liedgut geht ansonsten ganz gut ins Ohr, lediglich zum Ende der Scheibe hin fängt man an, etwas zu schwächeln für meinen Geschmack. Der Sound ist Dank Tägtgren-/Abyss-Produktion erwartungsgemäß auf hohem Niveau. Insgesamt bieten Freevil mal etwas Anderes als die gewohnte Hausmannskost. Manchen möge dies ein wenig den Magen verstimmen, anderen wiederum eine gelungene Abwechslung auf dem Teller sein. Ich finds letztendlich ziemlich schrill und schräg. Einen gewissen Reiz können Freevil mit ihrer „Spaßscheibe“ schon auf mich ausüben, auch wenn man die Musik der Jungs sicherlich nicht allzu ernst nehmen sollte.

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