Frost ist eine Progressive Rock Formation aus UK, die Prog nicht als das Wiederbeleben ewig alter Klischees und Sounds versteht, sondern sehr modern zu Werke geht. Mit Jem Godfrey ist ein erfahrener (Pop-)Produzent (unter anderem produzierte er die Girl Band Atomic Kitten...) als Bandleader dabei, der seiner Band einen ultrafetten, perfekten Sound zurecht schusterte und diese Musik als Ausgleich zu seiner Berufstätigkeit sieht. Prog als Fun- Projekt also. Kann das funktionieren? Es funktionierte zumindest auf dem Debut. Nun steht Album Nr. 2 auf dem Plan und muss sich mit seinem genialen Vorgänger vergleichen lassen. Mit Declan Burke ist ein neuer Sänger und Gitarrist dabei, da Mr.Godfrey für seinen beileibe nicht schlechten Gesang von einigen Unverbesserlichen Kritik einstecken musste. Und dieser Declan Burke ist ein absoluter Gewinn für die Band/ das Projekt, denn mit seiner sehr abwechslungsreichen und angenehmen Stimme setzt er deutliche Akzente im britischen Progrock. Irgendwo erinnert er an Daniel Gildenlöw von Pain Of Salvation ohne aber eine Kopie zu sein. Genauso wenig eine Kopie des Vorgängers ist die Musik auf dieser CD. Insgesamt mehr auf den Punkt und nicht mehr ganz so ausufernd laufen die Songs sehr abwechslungsreich und spannend ins Ohr des Hörers. Manchmal wird es sogar arg poppig („Toys“). Bei „Falling Down“ lassen sich sogar Anleihen bei Linkin’ Park heraushören. Aber keine Angst: Im ganzen funktioniert Experiments In Mass Appeal dank überbordender Prog-Großtaten wie dem genialen Titelstück, dem irrwitzigen Prog-Groover „Pocket Sun“ oder dem wunderschönen „Wonderland“ hervorragend. Trotz neuem Leadgesang hört man bei jedem Stück, dass es sich zweifelsfrei um Frost handelt. Dank der wiederum hervorragenden Produktion (geniale Leise/Laut-Dynamik- manchmal erwischt es einen echt brutal) kann man hier wieder von einem Pflichtkauf für aufgeschlossene Prog -(Hard) -Rocker sprechen
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