Doch FROST sind ein ganz dickes Ding, wenn nicht sogar die längst fällige Innovation im Genre Progressive Rock. Der instrumentale Opener "Hyperventilate" sagt, trotz fehlender Worte, schon mehr als vieles aus dem Progbereich, das mit viel philosophischem Blabla daher gebrabbelt kommt. Es geht mit verhaltenem Synthie und Piano- Intro los und explodiert dann förmlich, um zu einem Wechselbad der Gefühle zu werden. Mitreißendes Songwriting in Reinkultur. Jem Godfrey heißt übrigens besagter Kopf dieses Prog - Unternehmens, der vor allem sich selbst einen Gefallen tun wollte, weil er genug Texte geschrieben hatte, bei der sich "heart" auf "start" reimten. Nun also "Milliontown", welches von der Produktion her allerdings ein Pop- Album sein könnte, so fett und modern wie es klingt. Zudem hat Godfrey nur alsolute Könner aus der britischen Progszene als Band um sich versammelt. So hören wir John Mitchell (Kino, Arena) an Gitarre und Gesang, Jon Jowitt und Andy Edwards von IQ bilden die Rhythmus-Sektion. Hier treffen musikalische Perfektion, Hittauglichkeit und Mut zum Experiment aufeinander. "Milliontown" klingt wie das Beste aus dem britischen Progrock und Avantgarde, nur viel moderner produziert und viel ideenreicher. Hier klingt ne Gitarre an der richtigen Stelle fett und nicht wie so'n laues fluffiges Lüftchen, die Drums und der Bass grooven, die Synthies werden noch originell eingesetzt. Auch der Gesang weiß zu überzeugen. Der 25-minütige Titelsong bringt dann das vorher gehörte noch mal alles in einem Song unter und überzeugt durch schlüssiges Songwriting und dramatische Epik. Ganz große Kunst und deswegen die Höchstnote wert.
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