Größter Unterschied zum 2008er Debüt dürfte wohl die Herangehensweise des Bandkopfs Kurt Vereecke gewesen sein. Während das selbstbetitelte Erstwerk eine schier endlos wirkende Liste von Musikern aufweist, hat man sich für „Ahead of Time“ auf einen festen Stamm von sechs Beteiligten beschränkt. Besonders glücklich dürfte dabei sicherlich die Wahl von Carsten Schulz am Mikrofon gewesen sein. Der gute Mann dürfte durch seine Tätigkeit bei Domain, Voodoo Circle, IAIN ASHLEY HERSEY, Evidence One oder Eden’s Curse hinreichend bekannt sein und sein kratziges Organ passt auch bestens zur Mucke von Frozen Rain.
„Believe it or not“ umschreibt sofort die stilistische Bandbreite des Albums: feinster AOR Rock mit kernigen Gitarren, poppigen Melodien und z.T. Keyboardteppichen, auf denen auch ein havariertes Luftschiff sicher landen könnte. Mit Songs wie „We’re gonna rock“ zeigen die Jungs, dass ihr Blick auch tatsächlich eher auf das gemäßigte Rockpublikum als auf poppige Möchtegerns gerichtet ist. Trotz alles Radiokompatibilität hat Vereecke darauf geachtet, dass die Songs ordentlich Dampf unterm Deckel haben und nicht nur im Garverfahren vor sich hin köcheln. „Ahead of Time“ ist sicherlich nicht wörtlich zu verstehen, denn Neues sucht man auf dem Album natürlich vergebens. Songs, Melodien und Attitüde entspringen ganz klar den 80iger Jahren, doch was zählt ist, dass es Frozen Time gelingt frisch und hörenswert zu klingen. Im Gegensatz zu Mark Spiros leidenschaftslosen Poprockaufguss, haben Frozen Time noch etwas zusagen.
Journey, Giant, Atlantic & Co lassen grüßen und wer sich an der neuen White Widdow bereits satt gehört hat, der dürfte mit „Ahead of Time“ den passenden Nachschlag gefunden haben!
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