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Gnosis (Florida) - The Third-Eye Gate

VÖ: 14. Januar 2015   •   Label:  Nuclear War Now! Productions

In diesem Sinne orientiert man sich auch im Hinblick auf die Riffs an klassischen griechischen Black-Metal-Bands wie VARATHRON, ein Vorbild in Puncto Vocals, Songstrukturen und Atmosphäre sind unverkennbar MYSTIFIER mit ihrem monumentalen Album "Goetia". Einflüsse des Death Metal spielen ebenfalls eine überragende Rolle, so dass man die Band auch "Synkrisis" hätte nennen können. so viel zum akademischen Hintergrund.

Zunächst muss man festhalten, dass das Album laut gehört werden muss, damit es seine ganze Kraft entfaltet. Das liegt auch daran, dass die Produktion etwas analog, minimalistisch bis vintage klingt. Als Stilmittel und als Gegenpart zu den vielen überproduzierten Alben eine willkommene Abwechslung. Fast schon old-school. Bei 'Temple Of The Sea' kam mir vor diesem Hintergrund die Ursprünglichkeit des PARADISE-LOST-Albums Gothic in den Sinn.

Daneben können vor allem die growligen Vocals überzeugen, denn zum Glück wird nicht gekrächzt. Das kann mitunter nämlich tierisch nerven. Darüber hinaus sorgen charaktervolle, wiederkehrende Riffs für eine überaus intensive und hypnotische Atmosphäre ('The Plague Of Azotus'), das dominierende Midtempo, immer wieder variiert durch Ent- und Beschleunigungen, für die nötige Abwechslung ('Chariot Of The Sun-Moon').

Zu wahrer Höchstform laufen GNOSIS aber auf der zweiten Hälfte ihres Albums auf. Man höre nur Tracks wie das mitreißende 'Cult Of The Great Serpent', das durch die fantastischen Bassläufe und die atmosphärischen Synthies im Hintergrund einen enormen Tiefgang und eine enorme Düsternis aufweisen kann. Ähnliches gilt für 'Lotan's Dwelling', das durch scheddrige Gitarren im Verein mit sparsam eingesetzten Soli und eine seltsame infernale Leichtigkeit mehr als überzeugen kann. Herausragend ist natürlich auch der titelgebende Track!

Kurz: Old-schooliger, Vintage-Black-Death-Metal, der einen sofort in die 90er zurückbeamt, als PARADISE LOST ihr monumentales Meisterwerk "Gothic" veröffentlichten. Mit "The Third-Eye Gate" legen GNOSIS ein überaus gelungenes Album vor, das in gekonnter Manier blackmetallische Infernalität mit deathmetallischer Atmosphärik und einem gehörigen Schuss authentischer Vintageness verbindet. Aber: mitunter braucht der Longplayer einen zweiten, lauten Durchlauf, bis er zündet!

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