Ein Blick auf die Tracklist führt auch sofort zum sprichwörtlichen „Kickstart“ des Herzen, denn auch nach 20-30 Jahren haben Songs wie „Shout At The Devil“, „Wild Side“, „Girls, Girls, Girls“ oder „Smoking in the Boys Room“ nichts von ihrer Klasse verloren. Nach wie vor schimmern die Songs des grandiosen „Dr. Feelgood“ Albums („Don’t Go Away Mad“„Dr. Feelgood“, Same Ol‘ Situation“ und „Kickstart My Heart“) am Glam Rock Firmament, aber auch die Ballade „Home Sweet Home“ vom „Theatre of Pain“ Album kann nach wie vor für Gänsehaut sorgen.
Zudem wurde mit „Primal Scream“ ein Song vom „Decade of Decadence“ Best of Album verwurstet, sowie einige Tracks des letzten Studioalbums und ein Remix.
Schaut man sich die Discographie des Chaosquartetts mal an, so fällt jedoch auf, dass nach 2000 (damals ist das weitestgehend und zu recht unbeachtete „New Tattoo“ Album erschienen) insgesamt 9 Kompilations und ein Live Album erschienen sind, aber mit „Saints of Los Angeles“ nur noch ein Studioalbum. Ende der 90iger waren zudem noch ein weiteres Livealbum, ein B-Seiten Album und noch eine Best of Scheibe erschienen. Lange Rede, kurzer Sinn: ich liebe Mötley Crüe, ihre Songs sind zeitlos und Alben wie „Dr. Feelgood“ sind vollkommen zu Recht Meilensteine der Hard Rock Geschichte. Aber ganz ehrlich, wer mittlerweile noch keine Best of Scheibe der Band hat, der wurde entweder gerade erst geboren, hört gar keinen Hard Rock oder heißt Kersten Lison. „Greatest Hits“ – man hätte es besser „Greatest Hits 2011“ nennnen sollen, um Verwechslungen mit dem 98er Scheibschen zu vermeiden – bietet dem Fan wenig Neues. Die Songs sind und bleiben gut, den Remix und die neueren Tracks braucht kein Mensch und so bleibt der fade Beigeschmack der Geldmacherei.
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