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Green Day – Survivor

VÖ: 02. Februar 2024   •   Label:  Warner Music
Einmal Punker sein. Wir Sprösslinge des deutschen Bildungsbürgertums erlebten diese Momente in den 90ern dank solcher Bands wie BLINK 182, THE OFFSPRING, SUM41 oder eben GREEN DAY. Die Band gründete sich 1987 in Kalifornien, schaffte mit „Dookie“ 1994 den internationalen Durchbruch und meldet sich nun mit Album Nr. 12 zurück.

Es braucht nur einige Sekunden von „Strange Days Are Here To Stay“ und man fühlt sich unweigerlich in die 90er oder doch wenigstens in „American Idiot“-Zeiten zurückversetzt. Und von diesen Momenten bieten Billie & Co so einige auf „Survivor“: „Living in the `20s“, „1981“, „Look Ma, No Brains!“ oder das eröffnende „The American Dream Is Killing Me“.
„Bobby Sox“ ist ein Tanzflächen-Filler, der seinerzeit zwischen LIQUIDO und TERRY HOAX jede Dorfdisco zum kochen gebracht hätte. Schade, dass es kaum noch solche Clubs gibt.
Mit „One Eyed Bastard“ liefert das erweiterte Trio einen schönen Ohrwurm in bester GREEN DAY Manier.
Allerdings gibt es während der etwa 46 Minuten Spielzeit auch einige Längen und Hänger. Songs wie „Father to Son“ oder „Suzie Chapstick“ sind zwar nicht scheiße, aber irgendwie irrelevant und austauschbar. Auch die Ballade „Fancy Sauce“ und das getragene „Goodnight Adeline“ fühlen sich eher nach Füller an.
Mit „Survivor“ unterstreichen GREEN DAY, dass sie die 90er unbeschadet überlebt haben und auch 30 Jahre nach „Dookie“ noch eingängige 3-Chord-Smasher schreiben können. Doch sie hätten besser daran getan, die Spielzeit auf Punk Rock typische 30 Minuten und das Album auf 10 Songs zu kürzen. So stehen den gelungenen Songs auch einige Platzhalter von der Stange gegenüber.
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