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Halestorm - The Strange Case of

VÖ: 14. Mai 2012   •   Label:  Roadrunner
Nimmt man das amerikanische VÖ Datum des selbstbetitelten Debüts, so sind bis zum Erscheinen des Sophomore Albums fast auf den Tag drei Jahre vergangen. Am Stil des Quartetts hat sich erfreulich wenig geändert. Die 12 Songs sind ein hörenswertes Potpourri hardrockender Sounds mit klar erkennbarer kommerzieller Ausrichtung. Der fulminante Opener „Love Bites (So Do I)“ schlägt ein wie eine Granate: schmutzige Riffs, rotzige Frauenstimme, treibende Rhythmussektion. Hier zeigt die Band um Frontfrau Lzzy, dass sie ihre Wurzeln im traditionellen Hardrock haben. „Mz Hyde“ kommt da schon gleich deutlich tanzbarer daher und doch überzeugt die rotzige Stimme von Ms. Hale erneut. „I Miss The Misery“ bindet dann die vom Debüt bekannten Samples ein, so dass abermals Vergleiche zu „All Ends“ gezogen werden dürfen. „Freak Like Me“ erinnert von der Rhythmik fast an den Gruselrocker Manson, allerdings ist die Produktion natürlich deutlich erdiger und handfester. „In Your Room“ ist die erste echte Einladung für die amerikanischen Rocksender, der Band zur Prime Time Airplay zu verschaffen: ein schmusiger Rockkuschelsong irgendwo zwischen „Taylor Swift“ und „Kelly Clarkson“. Etwas authentischer geht es mit der zweiten Ballade „Break In“ weiter. Ein von Pianos dominierter Song mit Gänsehautatmosphäre. Abermals überzeugt Lzzy Hale mit grandioser Stimme. Doch genug gekuschelt, mit „Rock Show“ wird es wieder etwas härter. Doch keine Angst, wir bleiben in den Grenzen dessen was dem Mainstreamrockfan zuzumuten ist. Deutlich schmutziger geht es da dann schon bei „Daughters of Darkness“ zu, vor allem das trotzig ins Mikrofon gerotzte „Nanananana“ gibt dem Song eine hörenswerte Note. „American Boys“ greift dann nochmal traditionelle Riffs der Marke Aerosmith & Co auf. Und als das Album eigentlich schon fertig war, floß plötzlich noch ein Song aus der Feder des Quartetts: „Here’s To Us“. Ein eingängiger Ohrwurm, der, wenn man noch eine Fiddel einspielen würde, sofort als Modern Female Country durchgehen könnte: Taylor Swift, Sara Evans, Gretchen Willson & Co lassen grüßen. Und doch gibt der Song Frontfrau Lzzy Hale noch ein weiters Mal die Gelegenheit die verschiedenen Seiten ihrer Stimme unter Beweis zu stellen.

Die Amis führen auf „The Strange Case of…“ fort, was sie auf dem Debüt begonnen haben und liefern eine ganze Reihe eingängiger, radiokompatibler, tanzbarer, rotziger Modern Rock Songs mit viel Herz und Seele.

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