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Haliphron – Anatomy of Darkness

VÖ: 24. Oktober 2024   •   Label:  Listenable
Die Dämonen der Dunkelheit tauchen in vielen Formen auf. HALIPHRON haben sich auf „Anatomy of Darkness“ des Themas angenommen und sich mit Abhängigkeiten und Suchtproblemen beschäftigt. Klar, dass der Soundtrack dazu entsprechend düster ausgefallen ist.

HALIPHRON schaffen es auf ihrem Zweitwerk düstere Beklemmung mit erhabenen Melodien und einer großen Produktion zu kombinieren. Insofern klingt die Band weniger nach den Niederlanden, als eher nach Finnland und Norwegen. Das ist aber kein Zufall, denn für die Aufnahmen hat man sich bewusst in ein Studio zurückgezogen, in dem man mit analogem Equipment aufnehmen konnte. Gleichzeitig wollte man beim Songwriting aggressiver vorgehen als in der Vergangenheit, was in brutalen Songs resultierte, die vor allem auch durch Marloes‘ variablen Gesangsstil an Ausdruck gewinnen. Natürlich klingen die Death Metal Wurzeln der ehemaligen IZEGRIM-Musiker*innen Jeroen und Marloes durch, aber genauso kann man Anleihen von symphonischen Black Metal Bands wie DIMMU BORGIR heraushören, ebenso wie von CHILDREN Of BODOM & Co. Mit anderen Worten: Die neun Songs auf „Anatomy of Darkness“, welches mit einem titelgebenden Instrumental beschlossen wird, klingen böse, melancholisch, brutal, aber auch erhaben und eingängig.
Inhaltlich setzen sich die Songs des Albums mit den inneren Dämonen der Menschen auseinander, angefangen bei Spielsucht über Medikamentenabhängikeit bis hin zu Serienmördern. Wie kann man sich mit der eigenen Sucht auseinandersetzen? Wie kann man sie besiegen?
Wer wissen möchte, wie das Album klingt, der sollte sich einfach das tolle Coverartwork von Dimitris Tzortzis ansehen. Der bedrohlich wirkende Kaputzenmann im Kornfeld fängt die Stimmung des Albums perfekt ein.
Die Marschrichtung der Band war auch auf dem Debüt „Prey“ bereits absehbar, doch mit „Anatomy of Darkness“ haben die Niederländer*innen einen Quantensprung gemacht. Der Sound ist einfach deutlich druckvoller und dichter, als klingt düsterer und brachialer. Das Artwork ist genial und greift die Stimmung und die Themen der Scheibe perfekt auf. Und letztlich ist auch das Songwriting noch stimmiger und besser geworden.


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