Ich gebe zu, dass diese Nachricht sicher eher alle Thrasher als John Kerry erfreuen dürfte. Aber der sollte die Möglichkeiten der Musik bei der Völkerverständigung nicht unterschätzen. Es gibt ja viele Bandwettbewerbe und HAMMERCULT sind eine der wenigen Bands, die etwas daraus gemacht haben. Dem Gewinn der Wacken Metal Battle folgten Touren mit Sepultura, bei denen die Israelis überzeugen konnten. Nun also das zweite Album, das von der Band als Mischung aus Kreator und alten Running Wild beschrieben wird. Ich gebe zu, dass ich den Ausfahrten mit Rock ´n´ Rolfs Kogge noch nie besonders viel abgewinnen konnte. Das Cover erinnert dann eher an Dragonforce meets Manowar – auch nicht gerade meine Faves. Folglich schiebe ich die neue CD etwas skeptisch in den Player. HAMMERCULT zerstreuen meine Bedenken von Beginn an. Es geht flott nach vorne und der Opener kann überzeugen. Sänger Yakir klingt mit der Mischung aus Schmier und Black Metal giftig und verstärkt damit die Energie der Songs. Zum Glück kann ich kaum Running Wild Einflüsse ausmachen. Vielleicht meinte die Band die etwas hymnischeren Momente bei Songs wie ´Ironbound´ oder ´In The Name Of The Fallen´ , die aber Pathos-technisch absolut im Rahmen bleiben. Die Variabilität ist weiterhin eine Stärke von HAMMERCULT. Denn von genanntem Song über klassische Trasher bis zu dem punkigen `Satanic Lust´ decken sie ein breites Spektrum ab. So nutzt sich die Platte nicht ab und alle Thrasher, die auf Vielfalt innerhalb des Genres stehen, sollten sich ´Steelcrusher´ auf den Einkaufszettel schreiben. Es gab seinerzeit ja mal den ´Thrash The Wall´ Sampler, vielleicht steelcrushern HAMMERCULT ja ein kleines Loch in die Mauer zwischen Israel und den Palästinensergebieten. Dann ist diese Platte noch mehr als ein einfach richtig starkes Thrash Album.
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