Nicht ganz, denn die Briten lassen immer wieder auch ihr Faible für originalen Hardcore durchscheinen ('Crying Shame'), der sich dann organisch in die Songstrukturen einfügt und die entsprechenden Songs belebend vom Mainstream-Metalcore abhebt. Gleiches gilt für die Anleihen beim Melodic Death Metal ('Colours And Chemicals').
Dass Melodic Hardcore nicht für eine seichte, beliebige Spielart des Metal stehen muss, beweisen HEART IN HAND durch die gelungener Kombination aus grimmiger, dynamischer Aggressivität, die sich in brutalen Riffs ('My Heart Belongs In Denmark'), abrupten Breakdowns und einer bisweilen erfrischenden Groovigkeit ('Last Night' ) manifestiert, und einer wirklich unverwechselbaren Hymnik, die in den unterschiedlichsten Schattierungen daherkommt und so für ein Wechselbad der Stimmungen, Atmosphären und Gefühle sorgt, die zwischen alternative-rockiger Melancholie, punkiger Schnodderigkeit und rockigem Optimismus bewegen.
Dabei stehen sie in musikalischen Tradition von BRING ME THE HORIZON, besonders auffällig im Hinblick auf die Vocals, die aber auch durch ihre engergische, leidenschaftliche und wütende Atmosphäre einer der vielen Aktivposten des neuen Longplayers "A Beautiful White", inklusiver der choralen, Gemeinschaftsgefühl schaffenden Grölpartien. Und so reiht sich ein hitverdächtiger Knaller an den nächsten, ohne dass sich HEART IN HAND in irgendeiner Weise wiederholen.
Kurz: Die Briten von HEART IN HAND haben mit "A Beautiful White" ein wirklich überzeugendes Melodic-Hardcore-Album in der Tradition von BRING ME THE HORIZON abgeliefert und dabei durch die Kombination aus aggressiver Härte und melodischer Hymnik hitverdächtige Kracher am laufenden Band und höchstem Niveau produziert. Weltklasse!
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