Denn mit Kaan Tasan wurde adäquater Ersatz für den Platz hinter dem Mikro gefunden, zumal er es gekonnt versteht, die verschiedenen emotionalen Facetten von brutaler Zornigkeit über leidende Aggressivität bis hin zu tiefgründiger Sehnsucht überzeugend und authentisch abzudecken. Gut zu beobachten in dem Track 'In The Wake'. Hinzu kommt natürlich, dass der Sound auf dem neuen Longplayer „The Disconnect“ alle genremäßigen Register zieht, ohne sich zu verzetteln oder den schmalen Grat zwischen herzlosem Geschrote und seichter Beliebigkeit zu verlassen.
Mitunter übernimmt groovige Dynamik das Regiment wie in dem Track 'Senseless', bisweilen bricht wie die Sonne nach einem schweren Gewitter phasenweise leidenschaftliche Melancholie durch ('Suffocate'), nur um dann mit umso heftiger Brutalität konfrontiert zu werden. Eine ganz besondere Explosivität rufen zudem die manigfaltigen Tempowechsel hervor, wobei vor allem die entschleunigteren Partien vor intensiver Tiefgründigkeit strotzen. Gleiches gilt für die melodischen Elemente, die die brutale aggressive Brutalität immer wieder erden. ('Ritual').
Fazit: Die britischen Metalcorer von HEART OF A COWARD zelebrieren auch auf ihren nunmehr vierten Longplayer „The Disconnect“ eine kompromisslose, authentische und bodenständige Version ihres Genres, die jenseits aller brutalen Härte vor allem durch ihre intensiven sehnsuchtsvollen Momente überzeugt.
Wir benutzen Cookies
Für einige Funktionen benützt diese Website Drittanbieter Cookies (YouTube/Google) - Lesen Sie mehr darüber in unseren