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Helion Prime - Question Everything

VÖ: 04. Oktober 2020   •   Label:  Saibot Reigns
Helion Prime aus Sacramento/Kalifornien zeigen, dass man auch dort ein erstklassiges Power Metal Album erschaffen kann, zu dessen Entstehung es keiner skandinavischen Kälte bedarf. Während die Bands des europäischen Nordens die meiste Zeit bei kühlschrankähnlichen Temperaturen ihre Hammer-Alben schreiben, müssen die Kalifornier temperaturtechnisch im Gegenteil arbeiten.

Helion Prime sind bislang an mir vorbeigegangen. Umso überraschter bin ich von den Songs, die so untypisch amerikanisch sind, wie Donuts nichts mit Finnland oder Schweden zu haben.
und so verstehen es die Mannen um Sängerin Mary Zimmer, einen Sack voll schicker Songs zusammenzuschrauben, die ohne Weiteres skandinavischen Ursprungs sein könnten.
Zumal Mary´s Stimme und ihr Gesangsstil etwas an Anette Olzon (Ex-Nightwish, The Dark element, Olzon/Allen) erinnern.

So geben "The Final Theory" und "Madame Mercury" auch gleich die Marschrichtung vor. Auch "Prof" geht mit viel Bomnast voll nach vorne los. Ob "The Gadfly", "Photo 51" oder "E pur Si Muove", alles hochkarätige Power-Songs, die mit Hammer Melodien und geilen Riffs die rote Linie fortführen.
"Forbidden Zone" darf mit seinen traumhaften Gesangsmelodien, dem Keyboard-Solo und Orchester-Elementen besonders hervorgehoben werden.
Schade dass die Band keinen offiziellen Keyboarder im Line Up hat. Wer auch immer die virtuosen Licks eingespielt hat, versteht was von seinen Tasten.
Auf die Gefahr hin, dass ich moch wiederhole: Für den Titelsong "Question Everything" hat man alle Register des skandinavischen Power Metal gezogen und einen absoluten Kracher aufs Parkett gelegt.
Ruhiger geht es dann mit "Reawakening" weiter. Keine Ballade, aber ein richtig guter Rocksong.
Zum Schluss gibts als Schmankerl mit "Kong at the gates" noch ein Misfits Cover. Das Original mit seinem Rupel-Sound hat zwar irgendwie mehr Charme, als die hier glattgebügelte perfekte Produktion, aber Paul Doyle Wolfgang von Frankenstein dürfte es trotzdem erfreuen..

Also, Freunde des gepflegten Melodic Power Metal mit weiblicher Stimme, ran den Speck!
Diese Scheibe lohnt sich auf jeden Fall!

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