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Hellyeah - Blood For Blood

VÖ: 05. Juni 2014   •   Label:  Eleven Seven Music/ Warner

Beginnen wir für unsere literarisch geschulten Leser einmal mit der rhetorischen Figur der "Praeteritio" (scheinbare Auslassung wichtiger Informationen, die dadurch umso stärker wirken.), indem ganz im Sinne von HELLYEAH darauf hingewiesen wird, dass es für dieses Album von keinster Bedeutung ist, dass Sänger Chad Grey schon Erfahrungen bei MUDVAYNE, Drummer Vinnie Paul schon bei PANTERA hinter den Trommeln gesessen, Tom Maxwell schon bei NOTHINGFACE die Saiten gezupft hat.

Denn das, was war, ist Vergangenheit, es zählt nur das Hier und Jetzt. Wenn die Jungs von HELLYEAH wirklich wissen, wie man sich erfolgreich von den Einflüssen der Vergangenheit frei macht, können sie mir ja mal einen Brief schreiben. Das würde mich wirklich interessieren. Und natürlich sind die musikalischen Einflüsse besagter Bands nicht wegzuhören....

Nun ja. "Blood For Blood" ist, wie schon der gleichbedeutende und überaus gelungene Opener ('Sangre Por Sangre') unter Beweis stellt, ein überaus grooviges Hardrock-Monster, das dieses Mal verstärkt sein grimmiges, zersetzendes und brutales Unwesen im Wald des Industrial Metal treibt. Das sorgt für ein ungeheures Maß an Dynamik und Energie, vor allem im Verbund mit den durchaus gelungenen Riffs und Killergrooves, dummerweise geht damit aber auch ein bestimmtes Maß an Eintönigkeit einher.

Das muss aber auch kein Nachteil sein, wie man ja an ACDC beobachten kann. Ein erstes Zeichen der Andersartigkeit wird mit 'Moth' gesetzt, ein melancholischer, nachdenklicher Rocksong, der es aufgrund seiner Eingängigkeit auch ins Radio oder in die Heavy Rotation des ein oder anderen Musiksenders schaffen könnte. In die gleiche Kategorie gehören auch das rockhymnige 'Hush' und dem alternative-rockigen Rausschmeißer 'Black December', allerdings unterbrochen von dem Schädelspalter 'Say When', dem härtesten, metallischten und brutalsten Song des Albums. Nichts für schwache Nerven.

Kurz: "Blood For Blood" ist ein typisches 70/30-Album. Ein Siebtel übelst angepisst-seiender, grooviger Hardrock mit industrial-metallischer Einfärbung, ein Drittel versöhnlich, emotionaler Rock mit einem Hang zum Hymnischen. Eine durchaus gelunge und überaus hörbare Mischung!

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