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High on Fire - Snakes for the Divine

VÖ: 04. März 2010   •   Label:  E1 Records
27. März 2010

Schon der Opener und Titeltrack „Snakes for the Divine“ kommt mit einem untypisch filigran gefrickelten Intro daher, bevor der Song mit treibenden Breitband-Riffs davonzieht und ordentlich Fahrt aufnimmt. Auffällig sind vor allem die kaum überhörbaren und erzcoolen Bass-Grooves, die die Tatsache, dass die Band nur über eine einzige Gitarre verfügt, mehr als ausgleicht. Auch die Frickelei und Gesang von Fronter Matt Pike, dessen Vocals auffällig nach Lemmy Kilmister klingen (mit Verstopfung), passt perfekt ins Bild und gibt dem Sound der Band etwas sehr Eigenes.
Auch die nachfolgenden zwei Tracks können voll und ganz überzgeuen: „Frost Hammer“ ist ein schon eher klassischer Thrash-Titel, der hauptsächlich von der exzellenten Arbeit am Drumset lebt, während „Bastard Samurai“ eine sehr langsame, drohend doomige Nummer mit schwebenden Echo-Gitarren ist (und darin wohl stark von Matt Pikes zweiter Band „Sleep“ beeinflusst wurde, einer ebenfalls dreiköpfigen Stoner/Doom-Combo).
Dann jedoch fällt das Album drastisch ab. Während „Ghost Neck“ und „The Path“ sich wenigstens noch bemühen und im farblosen Mittelfeld dümpeln, sind die letzten drei Titel schlicht und ergreifend langweilig: „Fire Flood and Plague“ wiederholt eintönig die immer selben Ideen, „How Dark We Pray“ braucht geschlagene zweieinhalb Minuten, bevor der Titel überhaupt erst anläuft, und „Holy Flames of the Firespitter“ wäre gern episch, ist mit seinen lahmen Drums und seinem Midtempo-Geschrebbel aber nur einfach öde.
Die Bilanz nach einer guten Dreiviertelstunde Spielzeit ist daher reichlich ernüchternd: Es scheint, als seien der Band nach den ersten drei Titeln immer mehr die Ideen ausgegangen, denn nach dem ersten Höhenflug tritt das Album wie ein Flugzeug ohne Sprit in einen steilen Sinkflug ein, bis es in Minute 45:55 endgültig am Boden aufschlägt. Zu mehr als 8 Punkten für einen wirklich guten Anfang reicht es daher nicht.

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