Am besten dürfte der 36jähre Schwede wohl durch seine Arbeit für PAGANIZER, RIBSPREADER oder THE GROTESQUE bekannt sein. Darüber hinaus betätigt er sich aber auch noch in mehr als einer Handvoll anderer Bands. Weil dies aber offenbar noch nicht ausreichte, hat der Gute nun noch schnell ein Soloprojekt aus dem Boden gestampft und tatsächlich auch alles alleine gemacht. Das Resultat ist ein ordentliches Todesbleigeschoss, welches vom Chef persönlich als „Paranormal Death Metal with Grind/Punk influences“ angepriesen wird. Wo einige Leute im elektronischen Blätterwald die Parallelen zu Deathcore Bands hören weiß ich allerdings nicht – will ich eigentlich auch nicht, denn wichtig ist ja eigentlich nur, dass jeder neumodische „Core“-Musiker vom Sound dieses Albums aus den tiefsitzenden, bunten Jeans gepustet wird. HUMANITY DELETE lässt keinen Platz für schräge Basecaps und statt das Ohrläppchen zu durchlöchern, blasen die Songs des Debüts lieber gleich das gesamte Ohr vom ordentlich frisierten Schädel. Wenn wir hier also von Punk-Einflüssen sprechen, dann dürfte sich das wohl eher – ähnlich wie bei Barney Greenway – auf eine musikalische Vorliebe Johanssons für oldschool Punkrock der 80iger Jahre handeln, als um irgendeine Anbiederung an neumodische „Core“-Klänge. Leider ist das musikalische Midtempo-Massaker nach 30 Minuten schon wieder vorbei – aber es gibt ja eine Repeat-Taste!
Auf „Never Ending Nightmares“ werden die Träume eines jeden Entombed, Dismember & Co Fans der ersten Stunde wahr. Wer irgendwelche modernen Spielereien sucht, der wird hier nicht fündig werden. Nun mag man bei dem heutigen Überangebot an Bands über Ein-Mann-Projekte denken, was man will, aber eins ist sicher: mir fallen eine ganze Menge Bands ein, die deutlich überflüssiger sind als diese Scheibe! Death Metal – No Compromise!
Wir benutzen Cookies
Für einige Funktionen benützt diese Website Drittanbieter Cookies (YouTube/Google) - Lesen Sie mehr darüber in unseren