Mit Gothic haben Hydrogyn jedoch in etwa soviel zu tun, wie 1899 Hoffenheim mit Tradition: Gar nichts! Auf „Deadly Passions“ gibt es knackigen Heavy Metal mit kraftvollem weiblichen Gesang. Sängerin Julie ist dabei nicht nur optisch, sondern auch akustisch sehr ansprechend. In bester Doro Pesch-Manier (an deren Phrasierung sie hier und da erinnert) röhrt sie sich durch 10 größtenteils gelungene Songs, wobei ich nicht ganz verstehe, was das Alanis Morrissette Cover („You Oughta Know“) auf der Platte verloren hat. Was dem Album gut tun würde, wären ein paar mehr Ecken und Kanten sowie Überraschungsmomente. Manchmal wirkt die Musik doch etwas auf den Markt zugeschnitten. Das kann jedoch nicht über das insgesamt positive Gesamtbild hinwegtäuschen.
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