"Hybrid Death Metal" nennt sich ihr Stil, der in Frankreich weiter verbreitet zu sein scheint, so man ähnlich geartete Gruppen wie No Return betrachtet. Sind HYPNOSIS nun ungeliebte Kinder, die niemand haben möchte? Nein, so schlimm ist es nicht. Die Gruppe steht bloß exemplarisch für viele der neuen Wilden, die alles abdecken möchten und sich so zwischen Fisch und Fleisch verheddern - ein bisschen Industrial-Liebäugelei hier, dann Stakkato-Redundanz und der Sprung zurück in traditionelle Death-Metal-Muster. In "The Day We Failed" lässt Cindy sich zu klarem Gesang hinreißen, den Pierre brutal kontrastiert. Auch geben sich heftiges Geballer und unterschwellige Keyboardsounds die Klinke in die. Vordergründig ist es das tiefe Grunzen, welches eher amerikanisch klingt. Hinzu kommen heftige Knüppelpassagen, die auch technischeren Bands gut stünden, wären da nicht zwischendurch die besagten klaren Frauenstimmen sowie elektronische Spielereien in Form von beispielsweise synthetischen Loops. Wie angedeutet sind HYPNOSIS nicht auf Hits ausgerichtet, zumal die Produktion nicht so klar und gelackt ist wie bei den bekannten Chartstürmern. Die Band bemüht sich hörbar um Abwechslung, reißt aber nicht mit, da ihre Riffs und Melodien nicht der gehobenen Kategorie angehören, was Originalität betrifft. Statt gewitztes Songwriting an den Tag zu legen, wälzt man sich bisweilen in derber Aggression, gegen die die interessanten Ansätze verblassen.
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