Seit Mitte der Neunziger, als In Flames oder Amorphis mit guten Alben zu gefallen wussten, habe ich aus diesem Genre kein Album mehr gehört, das mich vom Hocker gehauen hat. Nun gut, auch „Immersion“ lässt mich nicht vom Sitzmöbel gen Erde plumpsen, aber die Platte ist besser, als das Meiste, was ich aus diesem Bereich gehört habe. Da ist zum Beispiel der Gesang von Alexander Otto, der angenehm tief röhrt und nicht versucht, es diesen ganzen modernen Schreihälsen nachzutun. Gelungene Riffs gibt es auf dem Album auch in nicht unbeträchtlicher Zahl zu finden. Selbst das Keyboard klimpert nicht kitschig durch die Gegend, sondern weiß die Songs im Hintergrund zu veredeln. Das größte Plus sind aber sicher die kompositorischen Fähigkeiten von Words Of Farewell. Stücke wie „End Of Transmission“ oder auch „The Great Escape“ gehen schnell ins Ohr, ohne dabei zu aufdringlich zu sein. Sollte es dem Sextett gelingen, noch etwas mehr Eigenständigkeit zu entwickeln, könnten wir es hier mit einem Hoffnungsträger im melodischen Death Metal zu tun bekommen.
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