Was also tun bei einer Reise in eine andere Stadt, wenn man dort niemanden kennt? Eine Mög-lichkeit ist der INDIE TRAVEL GUIDE. Hier stellen Musiker ihre liebsten Plätze der eigenen Heimatstadt vor. Es geht um Restaurants, Platten- und Klamottenläden, Clubs und einfach ans Herz gewachsene Ecken. Angenehm ist, dass diese Berichte sehr subjektiv gehalten sind. Nun kann ich nicht sagen, wie es für andere Städte aussieht, aber für Berlin fehlt mir einiges. Es kann daran liegen, dass eher gemäßigte Indie Combos ausgewählt wurden (Kaiser Chiefs, Snow Patrol oder Robocop Kraus, Kettcar, Tele, Tomte u.s.w). Mir fehlen eindeutig die etwas deftigeren E-tablissements wie das Wild At Heart. Und wenn Jürgen Vogel (hier als Sänger der Hansen Band gefragt) meint, dass man in Berlin nur in großen Ketten CDs kaufen kann, dann hat er sich nicht bemüht kleine, feine Plattenläden zu suchen, die es hier für jedes Genre gibt. Fraglich ist es auch, ob sich der Reiseführer lohnt, denn es werden auf 576 Seiten (inklusive Register) 64 Städte abge-handelt. Für ausführlich behandelte Ziele wie London oder Berlin ist das eher der Fall als für vier Seiten Malmö. Für Indiefreunde, die viel in Europa unterwegs sind oder die gern mal auf andere Weise erfahren wollen, wie ihre Band tickt, ist dieser Guide sicher interessant. Ich hätte etwas Vergleichbares gern mal für heftigere Musik. Was ist eigentlich aus der Rock Hard Serie über andere Städte geworden, die es vor Jahren gab?
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