Es war harte Arbeit und ein langer, steiniger Weg. Denn nach der Veröffentlichung des letzten Longplayers “The Sun I Carried Alone” im Februar 2011 ist dann doch eine Menge Zeit vergangen. Aber um das bisher beste Album der Bandgeschichte zu machen, muss man auch bereit sein, Gewohnheiten über Bord zu werfen und neue Pfade zu beschreiten. Deshalb lag dieses Mal der Fokus auf dem Songwriting, nicht so sehr auf den technischen Elementen. Denn die Songs sollten noch intensiver und atmosphärischer werden.
Das ist auf "Nedom og Nord" sehr gut gelungen. Denn der Sound von ISKALD kommt zwar immer noch überaus kraftvoll, düster und intensiv daher, doch mithilfe von dem vermehrten Einsatz massiver Gitarren entstand auch ein Mehr an Dichte und Tiefe. Aggressive Bass-Lines, komplexere Drumstrukturen und düster gegrowlte Vocals tun dann noch ihr Übriges, um der Charakteristik von ISKALD ein neues Gewandt anzulegen. Konsequent ist es dann auch nur, von einem englischen Albumtitel abzusehen. So ist nicht nur der Albumtitel norwegisch, auch die Hälfte der Songs wird in der Heimatsprache gesungen.
Auf "Nedom og Nord" befinden sich sechs düstere, monumentale, epische und atmosphärische Tracks, die den Zuhörer in fast hypnotischer Manier in ihren Bann ziehen und den melodischen Black Metal in gekonnter Weise zelebrieren. Herausragend: 'Iskald'.
Hätten wir in Deutschland einen bitterkalten Winter mit Frost, Eis und Schnee, dann wäre "Nedom og Nord" ein gelungener Soundtrack dafür.