Dieses Mal hat sie sich dem Rock verschrieben, der aber sehr gefällig daherkommt und bisweilen Folk/Blues Charakterzüge aufweist. Die 11 Songs, die Joan Armatrading alle selbst geschrieben und arrangiert hat, gehen ins Ohr und verbreiten gute Laune. Erst ein genauer Blick auf die Texte zeigt, dass sie es wieder einmal wunderbar verstanden hat, Probleme, Gefühle und Situationen aus dem unerschöpflichen Themenkreis „Leben – Liebe – Beziehungskisten – auf den Punkt zu bringen. „Ich schaue mir meine Mitmenschen an, wie sie aufeinander reagieren und welche Folgen das hat.“ sagt Armatrading. Und auf die Frage, ob der Titel der CD angesichts der heutigen Krisen geschüttelten Zeit nicht ein wenig zu rosig gewählt worden ist: „Gerade in solch problematischen Zeiten sollten wir uns bewusst sein, was wir haben und das zu schätzen wissen.“
Die CD ist fast ausschließlich von der Multi- Instrumentalistin selbst eingespielt worden, lediglich für Drums und Percussion holte sie sich Miles Bould(Ex- Level42). Dabei wird klar, dass ihre Stärken eindeutig im Gesang und an der Gitarre liegen, Keyboard- und Bass- Lines sind auf das Nötigste beschränkt. Und die vermutliche Anwendung heutiger elektronischer Produktionshilfen lassen die Songs zuweilen etwas steril wirken. Stärkster Song für mich ist „Heading back to New York City“, der gleich mit einem Gitarren- Riff beginnt und dann richtig losrockt.
Alles in allem ein gut gemachtes Album, das sich nie in den Vordergrund drängt. Wer auf Singer/ Songwriter / Pop/ Rock steht, sollte hier zugreifen.
Wir benutzen Cookies
Für einige Funktionen benützt diese Website Drittanbieter Cookies (YouTube/Google) - Lesen Sie mehr darüber in unseren