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Kaos Vortex - Seeds Of Decay

VÖ: 21. Mai 2015   •   Label:  Bret Hard Records

Doch knapp 400 Jahre später hat der Schwedentod unverkennbar den schicksalshaften Fluss erreicht, und das nicht nur in Gestalt des dazugehörigen Genres, sondern auch in Gestalt eines schwedischen Frontmannes. Da kann man dann getrost auch einmal den rheinischen Frohsinn vergessen, haben sich KAOS VORTEX doch einer besonders düsteren, intensiven und infernalen Form des Death Metal verschrieben, bei der schon Tempo gemacht wird, aber eben nicht um jeden Preis. Denn der todesmetallische Schrecken kann sich eben doch am besten entfalten, wenn er unberechenbar mal in anschleichender Weise, mal als überraschende oder alles niederwalzende Attacke daherkommt.

Und so treffen teuflisch, treibende Riffs auf tiefstes höllisches Gegrowle und unterweltliche, düstere Melodik, die mitunter mit schwarzmetallischen Anleihen noch intensiviert wird ('Legion Of Shemsu-Heru'). Bisweilen wird die brutale niederschmetternde Atmosphäre aber auch durch ein hohes Maß an wiederkehrender Eingängigkeit erzeugt ('Sickness'). An einigen Stellen bricht dann so etwas wie todesmetallische Hymnik durch, die sich durch einzigartige, leicht groovige Refrainpartien manifestiert ('Evolution'). Natürlich fehlen auch die obligatorischen Gitarrensoli nicht, die den Songs aufgrund ihrer souligen, leidenden und gefühlvollen Attitüde das besondere Etwas verleihen.

Im Vergleich zu anderen Death-Metal-Scheiben setzt sich der Sound auf "Seeds Of Decay" vor allem im Hinblick auf das höhere Maß an hypnotischer Intensität und an atmosphärischer Düsterkeit ab, das zumeist dem gesetzteren Tempo und doomigen Partien geschuldet ist ('No Future For Your Past'), auch wenn mitunter auch mächtig gebrettert wird ('Tomb Of The Undying'). Hammermäßig in diesem Zusammenhang 'Through Death And Dispair'.

Kurz: KAOS VORTEX liefern mit "Seeds Of Decay" ein überaus reifes Stück Todesblei ab, das durch seine düstere Atmosphäre, seine intensive Brutalität und melodische Infernalität sehr zu überzeugen weiß. Eben so furchteinflößend wie der gute alte Schwedentrunk!

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