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Karnivool - Asymmetrie

VÖ: 05. August 2013   •   Label:  Cymatic/Sony Music

Der Titel ist zugleich Programm, denn das, was auf unsere Gehörgänge trifft, ist tatsächlich eine asymmetrische Melange aus den frühen U2, MUSE, RADIOHEAD und INCUBUS. Eine äußerst interessante Mischung aus verschiedensten modernen Rockstilen mit sehr wenigen alternativen Metal-Anleihen. Gesetzt sind dabei natürlich allerlei Disharmonien, die die Songs sperrig und unnahbar erscheinen lassen, aber dadurch auch für mehrmaliges Hören vielfältige Entdeckungsmöglichkeiten bieten, gesetzt sind darüber hinaus diverse Tempowechsel, die zu den unterschiedlichsten Stimmungsfarben führen, allerdings zumeist im melancholischen, leidenden oder depressiven Bereich angesiedelt.

Im Vergleich zu den beiden Vorgängeralben kommen die Songs weniger ausgesteuert und überproduziert daher, sondern vielmehr robuster, authentischer und ursprünglicher daher, manchmal geradezu garagenmäßig scheppernd ('We are') oder geradlinig proggig ('The refusal').

Für das nötige Leiden sorgen dann auch die Vocals von Frontmann Ian Kenny, denen man das, was er gerade singt, auch wirklich abnimmt. Der Arme! Da wünscht man sich nur, nicht an seiner Stelle sein zu müssen.

Manchmal kommen die Tracks vereinzelt auch für KARNIVOOL-Verhältnisse nahezu eingängig und melodisch daher, wie 'Aeons' oder 'Eidolon' unter Beweis stellen. Letzterer für mich das unerreichte Highlight des Albums. Zudem wird es zum Ende des Albums hin um einiges ruhiger und gesetzter.

Kurz: KARNIVOOL legen mit ihrem nunmehr drittem Longplayer „Asymetrie“ ein wahrlich außergewöhnliches und experimentelles Album vor, das allerdings nur den avantgardistisch und  tolerant Aufgeschlossenen unter uns gefallen wird. So ist das eben. Das Leben.

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