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Keep of Kalessin - Epistomology

VÖ: 12. Februar 2015   •   Label:  Indie Recordings

Das berühmte Bandkarussel hat  auch vor den Norwegern (mal wieder) nicht Halt gemacht und nach der Fahrt kam ein Trio heraus. Kopf der Truppe Obsidian übernimmt nun auch den Gesang. Zusätzlich hat man sich von Nuclear Blast verabschiedet und segelt nun unter der Flagge von Indie Recordings.

Doch nun zum eigentlichen, der Musik. Das gut einminütige Intro "Cosmic Revelation" holt den Hörer perfekt aus der 5 jährigen Ruhe ab und bereitet ihn langsam auf den neuen KEEP OF KALESSIN Cosmos vor. Ausgerollt wird ein minimalistischer Klangteppich, an dessen Ende alsgleich mit "The Spiritual Relief" die Tür zum Album aufgestoßen wird. Die Norweger zeigen hier, dass Genre Grenzen dazu da sind, um sie zu sprengen. So bedienen sie sich verschiedenster Stilmittel, aus dem schnellen Black Metal gepaart mit melodischem Einfluss und teils klarem Sprechgesang. Der neue Sänger passt wunderbar in das Klangbild hinein, wenngleich er nicht an die 'Virtuosität' von Thebon herankommt.

"Dark Divinity" knüpft bedenkenlos an und verankert sich mit solider Gitarrenarbeit in den Gehörgängen. Der Gesang steht hier noch etwas nach und mag nicht so ganz überzeugen. Dafür peitschen Schlagzeug und Gitarre munter vorweg.

"The Grand Design" schafft es da schon eher, die (epische) Messlatte nach oben zu hiefen. Gitarrenarbeit, Schlagwerk und Gesang verschmelzen zu einer Einheit und im Schweinsgalopp geht es nach vorne. Auch überzeugt erstmals der Gesang.

Einen Gang zurück schalten die Norweger bei "Necropolis", was dem Track aber auch sehr gut tut. Die Qualität der Gitarrenarbeit nimmt hier deutlich zu und arbeitet sich fein heraus. Technische Frickeleien treten in den Vordergrund und der Song nimmt hymnenhafte Züge an.

Nach der Zurückhaltung geht es mit "Universal Core" gleich wieder zwei Gänge weiter nach vorne. Mit 3:52 der kürzeste Track des Albums zeigt er wo die Messlatte in Sachen Geschindigkeit liegt. Das Schlagwerk prescht mit einer derartigen Geschwindigkeit nach vorne, dass man sich fragen muss, was Vyl denn da wohl jagen mag.

Der Tempowechsel wird beibehalten und mit "Introspection" widmet man sich wieder dem melodischen Teil der KEEP OF KALESSIN Welt. Eine Mischung aus EQUILIBRIUM und DIMMU BORGIR, und endlich kommt der Klargesang auch mal perfekt zur Geltung. Tempo und Rhythmus Wechsel bestimmen die Klangwelt und machen "Introspection" so interessant.

Was folgt ist der Titeltrack als Abschluss des Albums. "Epistemology". Auch hier widmet man sich im Midtempo der eher epochalen Seite. Ein Mix aus Power- und Melodic Metal inklusive Klargesang, perfekt eingebettetem Gitarrensolo und Männerchor erzeugen abermals eine Klanglandschaft die an die Weite Norwegens und tiefe dunkle Wälder erinnert.


"Keep of Kalessin" schaffen es mit diesem Album, den Hörer in ihre eigene Welt zu ziehen. Doch dafür muss der Hörer auch ebreit sein. Ein schnelle Überfliegen des Silberlings scheitert schnell, und man muss sich schon auf die Scheibe einlassen. Dafür bietet sich dem geneigten Hörer ein unheimlich vielseitiger und faszinierender Kosmos. In meinen Augen kommen KEEP OF KALESSIN nicht mehr an das überragende "Armada" Album heran, dennoch legen sie eine solide Arbeit ab, so dass sich die 5 Jahre Wartezeit gelohnt haben. 

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