Gesagt, getan: Carterwright versammelte seine Jünger – in diesem Fall vor allem Kollegen seiner Zweitfamilie, der Cowpunk Band NINE POUND HAMMER – um sich und stibitzte sich hier und da Songs und Lyrics, verfeinerte sie mit eigenen Ideen und fertig war das musikalische Gottesgeschenk.
Allerdings dürfte so mancher Betbruder bei dem Sound des Debüts das kalte Grausen kriegen. Denn ganz in Cartwrights Tradition klingt „Hail Jesus“ schmutziger als Tresen und Herrenklo in der aus hygienischen Gründen geschlossenen Diskothek Jolly Joker. Die Jungs schaffen es tatsächlich, den southern Barband-Flair direkt auf Scheibe zu bannen. Ich möchte fast wetten, dass der schmutzige Bluesrock der Band selbst konsequente Straight Edge Jünger dazu verleitet in ihrer Butze Bier und Schnaps auf dem Boden zu verteilen und ein paar Kippen anzuzünden, um die richtige Atmosphäre für den Genuss dieser göttlichen Offenbarung zu schaffen.
Die KENTUCKY BRIDGEBURNERS liefern ein erfrischend unzeitgemäßes Stück Musik ab, welches sich vollkommen aller Marktforschungsergebnisse oder Radiocharts bewegt. Wenn man „Hail Jesus“ hört, weiß man jedenfalls was Billy-Bob und Nancy-Jane im Dodge Ram hören, während sie sich im verschlafenen Mississippi Kuhkaff auf den Weg zur Sunday School machen. Wer’s schmutzig mag, der ist bei Cartwrights Missionsalbum genau richtig. Hallelujah! Boot stompin', Shit kickin', Hell Raisin' good time!!!
Anspieltipps: Hail Jesus und Lord Here I Am
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