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Kenziner - Phoenix

VÖ: 25. Juni 2020   •   Label:  Pure Steel Records
Die Ägyptische Mythologie scheint trotz ausgiebiger Ausführungen (sowohl in Songtexten, als auch in Bildern durch Plattencover) seitens Bands wie Iron Maiden, noch lange nicht ausgeschöpft zu sein.
So bedienen sich auch Kenziner dieser Themen auf ihrem vierten Longplayer "Phoenix".
Der Opener "Eye of Horus" ballert genauso wie Song Nr.2 "Listen to the Devil" in klassischer Power Metal Manier los.
Immer unter Dauerfeuer der Double-Base und mit pfeilschnellen Soli gespickt. Mastermind Jarno Keskinen musste sich nach dem 2014 er Album "The last Horizon" einen neuen Sänger suchen und ist mit Peter "Zinny" Zalesky fündig geworden. Ein absolut hochkarätiger Sänger, der es versteht, jeden Song in Szene zu setzen. Man höre nur den Refrain von "Shadow of the Moon". Hammer Hookline! Auch werden die Keyboards nicht aufdringlich nach vorne gesetzt, sondern agieren immer dezent im Hintergrund, ohne aber dabei unterzugehen.
Etwas Ruhe kehrt mit "Osiris Rising" ein. Ein schöner Midtempo-Stampfer, bei dem Cheffe Keskinen und Keyboarder Ariel Perchuk zum Solo-Duell blasen. "Tears of Destiny" klingt wie eine Hommage an Hardline und hat so garnichts mit dem typischen Power Metal Gedudel zu tun. Dass die Finnen nicht nur schnell und immer voll auf die Zwölf können, zeigen sie mit "To Hell and Back". Der Song könnte aus den 80er Jahren stammen. Der klassische HardRock-Style, wie ihn unzählige Bands jener Zeit zelebriert haben.
Zum Schluss gibt es dann auch eine Rock-Ballade: "The Miracle". Bei den unzähligen bereits veröffentlichten Balladen aller Rock Bands dieser Welt, immer wieder ein heikles Thema zwischen "Gelungen" und "Kitsch", oder "...braucht kein Mensch". In diesem Fall fällt "The Miracle" in die Rubrik "Gelungen", wie auch das ganze Album.



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