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King Kobra – Sweden Rock Live

VÖ: 26. Juli 2018   •   Label:  Metalville

Gründungsvater und Drumlegende Carmine Appice (u.a. OZZY, ex-BLUE MURDER) hatte sich 2010 namenhafte Verstärkung in die Band geholt: Paul Shortino (QUIET RIOT) übernahm die Vocals und ex-LIZZY BORDER, ex-KEEL, ex-BANG TANGO Klampfer David Henzerling übernahme die Gitarre an der Seite von Gründungsmitglied Mick Sweda. Dieser ist auf der Livescheibe allerdings nicht zu hören. Stattdessen hat man sich Jungspund Jordan Ziff (AGE OF EVIL, RAZER) in die Band geholt. Am Bass steht natürlich nach wie vor Johnny Rod, der zwischenzeitlich auch bei W.A.S.P. das Langholz bedient hatte.

Von der ersten Sekunde lassen die Herren den Geist der 80er Jahre auferstehen und mit „Ready To Strike“ gibt es gleich zu Beginn eine echte Granate, gefolgt von „Tear Down The Walls“ vom 2010er Album „King Kobra“. Die Songs hätten jedoch auch auf ein und demselben Album sein können. „Knock ‘Em Dead“ vom starken Album „II“ reiht sich ebenso nahtlos ein wie „Ballad of Johnny Rod“. „Shadow Rider“ vom Debüt stellt für mich einen der schwächeren Songs der Karriere der Band dar, kommt hier aber trotzdem gut rüber. Einem Bass-Solo folgt ein kurzer Exkurs in die W.A.S.P. Vergangenheit von Basser Johnny. Mit „Hunger“ wird das Debüt einmal mehr gewürdigt, bevor es mit einer Instrumentalversion von DEEP PURPLEs „Highway Star“ und BLACK SABBATHs „Heaven and Hell“ eine Hommage an die Großen des Genres gibt. Das Drumsolo gibt dann Gelegenheit schnell zur Toilette zu gehen, bevor die Show nach einer knappen Stunde mit den Klassikern „Raise Your Hands To Rock“ und „Turn Up The Good (Times) ihr viel zu frühes Ende findet.

Das etwas lieb- und einfallslose Cover täuscht etwas über die musikalische Klasse dieses Albums hinweg: Fetter Sound, ein topfitter Paul Shortino und eine spielfreudige Instrumentalabteilung lassen die Hochzeit des Hard Rock für knapp 60 Minuten wieder auferstehen. Vor 20 Jahren wäre diese Scheibe sicherlich in die Hall of Fame der besten Livescheiben aufgenommen worden. Hoffen wir, dass sie in den heutigen Zeiten nicht übersehen wird – das wäre zu schade um das Album!

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