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Lacuna Coil - Dark Adrenaline

VÖ: 25. Januar 2012   •   Label:  Century Media Records
LACUNA COIL habe ich das erste Mal vor etwa einem halben Jahr auf imusic1 gesehen und so hat das neue und nunmehr sechste Album "Dark Adrenalin" des italienischen Sextetts sofort mein Interesse geweckt. Und da ich die Vorgängeralben nicht kannte und außer Klassik, Jazz, Musical, Rap, Soul, R'n'B und Metalcore eigentlich keine Musikrichtung hasse, konnte ich vollkommen unvoreingenommen an die Sache herangehen. Bei ersten Hören gefiel mir sofort die melodiöse Poplastigkeit, die mich bei einigen Songs sofort an die Songstrukturen von DURAN DURAN denken ließ. Eine Verbindung, die durch den Produzenten Don Gilmore gegeben ist, der mit den Birminghamer Jungs ebenso wie mit LINKIN PARK oder BULLET FOR MY VALINTINE zusammengearbeitet hatte.
Der Sound von LACUNA COIL ist schwer fassbar, eigentlich zu melodisch und poplastig für Metal, zu intensiv und energiegeladen für Gothic und zu metallisch für Rock. Aber das ist ja auch das Schöne an "Dark Adrenalin", dass verschiedenste Einflüsse zu einem großen runden Ganzen zusammengeführt werden. Überzeugend und ein echter Gewinn ist zudem die Stimme von Frontfrau Christina Scabbia, die nicht so opernhaft schrill wie z.B. bei NIGHTWISH daherkommt und die durch den oftmaligen Dialoggesang mit Andrea Ferro eine ganz besonders intensive Atmosphäre schafft, die auch gebraucht wird, handeln die Texte doch von Trauer, Wut und Zorn sowie Stärke, Selbstwertgefühl und Begeisterung. Gerade die Vielfalt der Themen spiegelt sich auch an der Variabilität der Musik wider, die das Album so herausragend macht. Am ehesten lässt sich die Musik auf „Dark Adrenalin“ als eine bunte Mischung aus STAIND, SEETHER und ALTER BRIDGE mit einer Prise FLYLEAF und DIE HAPPY beschreiben.
Als wahre Perlen sind das melodisch aggressive 'Against You', das nachdenklich unter die Haut gehende 'End Of Time' oder das gothic-metalleske 'I D’ont Believe In Tomorrow' hervorzuheben.
In diesem Zusammenhang nicht unerwähnt sollte das REM-Cover „Losing My Religion“ bleiben, das in der LACUNA COIL Version durchaus an Größe gewonnen hat.

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