Eben dieser Song, ein Lied über das alt bekannte Liebesleid, weiß nicht unbedingt durch raffinierten Text zu überzeugen, musikalisch jedoch knüpft er mit seinem eingängigen Rafrain und klarer Melodieführung an andere Hits von L'Âme Immortelle, wie Bitterkeit oder Als die Liebe starb, an.
"Who I Am", der erste exklusive Track, kommt ganz ohne die Stimme von Rotschopf Sonja Kraushofer daher, könnte aber mit seinen fetzigen Gitarrenriffs und gut tanzbarem Rhythmus durchaus zum Clubhit avancieren.
Mit Lied Nummer 3 kündigt sich das an, was ich befürchtete: Die allgemeine Remix-Wut einiger Bands konnte ich noch nie ganz nachvollziehen und so ist auch hier. Der "Imidiation Remix by Overall [Anm. d. Red.: Das Recordingstudio]" von "Nur du" ist eher eine lasche Nummer. Der anfangs interessante Beat wird auf Dauer ziemlich langweilig und alle Melodieelemente bis auf Sonjas Stimme wurden fast völlig entfernt.
Auch der "Burn the House Remix by XPQ-21" von "Phönix" festigt meine Meinung über Remixe. Sehr elektronisch und ohne viel Abwechslung dröhnt da ein Basslauf das ganze Lied über aus den Lautsprechern und das Duett von Rainer und Sonja scheint eigentlich nur nebensächlich zu sein.
Ganz anders hingegen der "Funky Down Remix by ASP" von "Du siehst mich nicht", der einer der wenigen gut gelungenen Neuabmischung ist. Mit minimalistischem Piepsen und finsteren ASP-typischen Chören weiß der Song durchaus zu überzeugen. Auch wenn der seltsame Akustikabschluss nicht recht ins Bild passen will.
Noch ein Wort zum enthaltenen Video, das leider nur für Windows-PC nutzbar ist (Für alle anderen gibt es aber eine Real-Video Variante auf der Website von L'Âme Immortelle). Das Video ist eine Trickfilmumsetzung, die das Liebesleid eines kleinen Mannes mit unglaublichem Pech zeigt. Witzig umgesetzt bekommt man richtig Mitleid mit dem kleinen Gesellen, der sich beim pathetischen Abschluss dann natürlich von der Welt und seiner Geliebten verabschiedet...
Insgesamt eine nette Single, die für Fans vermutlich eh ein Muss ist. Alle anderen sollten sich überlegen, ob sie meinen Remix-Hass teilen und dann im Zweifel lieber auf die Alben ausweichen. Für DJs könnte die Scheibe allerdings, gerade durch ihre tanzbaren Elektro-Versionen, durchaus eine Bereicherung darstellen.
Übrigens: L'Âme Immortelle gehen ab Ende November mit XPQ-21 und Punto Omega als Support auf Tour. (Johannes Kulick)
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