Wenn dann auch noch damit geworben wird, dass das Debut-Album "Evening Chill" in der Musikwelt für ratlose Gesichter gesorgt hat, dann fragt man sich doch, was an den Schubladen eigentlich so schlecht sein soll. Ich jedenfalls mag Schubladen, bieten sie doch durchaus Orientierung bis hin zum Halt im Leben...
Aber genug philosophiert. Mit "Moth on the Headlight" legen also LE CORBEAU nun ihr drittes neuntrackige Album vor, das mich nach den ersten beiden Tracks mitunter an die ARCTIC MONKEYS gemahnte (Schublade). Also zumindest ein Anhaltspunkt. Wir befinden uns also im Alternative-Genre, das hier durch Midtempo-Schrammelgitarrensound mit längeren sphärisch-psychelisch anmutenden Insrumentalgitarrenparts daherkommt. Songenden fast nur mit Schlagzeug kennt man allerdings auch schon von den frühen Werken von THE CURE (Schublade). Gleiches gilt natürlich von Tracks, die länger als 9 Minuten lang sind (Track 4). Doch sind gerade hier die Ähnlichkeiten frappierend. Ein zurückhaltender, trotzdem intensiver, unter die Haut gehender Sound mit erfrischenden aneckenden scheinbaren Disharmonien. Mitunter wird auch fröhlicher gerockt (Track 6), das absolute Highlight der CD, wobei die weiblichen Backgrounds dem Lied etwas genuin überzeugendes verleihen. PHILIPP BOA meets die LEMONHEADS auf einem Schrammeltrip (Schublade).
Fazit: ein durchaus interessantes Alternative Album, das eine Chance verdient hat!
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