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Light - The Cult of Light

VÖ: 05. Juni 2014   •   Label:  Black Warcult Productions

Im Info wird die Musik als Death Doom beschrieben. Das stimmt zwar irgendwie, erfasst es aber nicht in Gänze. Denn LIGHT sind zum Glück nicht die dröfundneunzigste Band, die durchschnittlichen Funeral Doom spielt.
Die Berliner haben wesentlich mehr Facetten und - was insbesondre bei einem Debüt beachtlich ist - einen eigenen Sound. Das beginnt mit den Vocals. Ray growlt nicht, sondern klingt, als wären Reibeisen und Galle seine Lieblingsspeisen. Durch Effekte wird die Stimme variiert und klingt stellenweise (´Alpha Omega´) wie Jonathan Canady von DEAD WORD. Aber auch die Gitarren klingen rau und sind weit davon entfernt, durch die Produktion glatt poliert zu werden. Die Drums klingen gut und C spielt kreativ, effektiv und songdienlich - das ist wichtiger und vielleicht sogar schwieriger als die technische Poserei so mancher Drummer.

Nun aber von Anfang an. Einstimmung hält die Band für überbewertet und so legt der Opener direkt los. Der eher getragene Track kommt düster und sphärisch aus den Boxen und das Keyboard wird dezent und effektiv eingesetzt. Beim folgenden ´Contrast´ (und auch bei ´Believe´ - das zum Glück kein Cher Cover ist) gehen LIGHT dann wesentlich flotter und garstiger zu Werke. Dann wird es wieder ruhiger und der Mittelteil von ´Reflection´ klingt für mich etwas nach MY DYING BRIDE auf der ´34.788%... Complete´ Scheibe. Und das gekonnte Wildern geht weiter ´ Alpha Omega´ erinnert mich in einigen Passagen an VOIVOD. Das alleine zeigt die unterschiedlichen Facetten und die genannten Bands gehören ja zur Crème de la Crème im harten Bereich.
´Light Bless You´ ist ein gutes Beispiel dafür, dass die Berliner in einem Song sowohl düster und erdig als auch sphärisch klingen können und das ganz ohne Kitsch. Wenn ihr einen Film drehen wollt und noch eine musikalische Untermalung für die Szene mit der Nahtoderfahrung sucht, dann empfehle ich diesen Track.
Mein einziger Kritikpunkt an ´The Cult Of Light´ ist das Kirchenorgel artige Keyboard bei ´Cold´ und insbesondere ´Cult Of Light: Ceremony´. Bei letzterem wäre es mir lieber, wenn die Gitarre die sich wiederholende Melodie in der Art von ´Sins Of Mankind´ gespielt hätte.

Unterm Strich aber bleibt ein beeindruckendes Debüt, das sehr eigenständig klingt. Wer Death und Doom Metal mag und auch Scheiben von TRIPTYKON und SAMAEL im Schrank hat, muss sich LIGHT geben.

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