Ich liebe von Limp Bizkit genau zwei Songs: "Rollin'" und "Behind Blue Eyes", der Rest ist Schrott. Doch immerhin muss man den Amis attestieren, eine wegweisende Rolle im Nu Metal Genre gespielt zu haben, liefen ihre Scheiben doch vor allem im amerikanischen Radio auf und ab.
Gold Cobra beginnt für mich überraschend hart und gitarrig. "Bring it Back", "Gold Cobra" und "Shark Attack" weisen allesamt bratende Gitarren auf und klingen mehr nach Metal (in modernster Ausführung) als nach Pop. Mit "Get A Life" liefern die Jungs um Redcap Durst dann eine Mustervorlage für Nu Metal/Crossover ab: diese Sounds findet und fand man bei Bands wie Shootzy Groove, Blackeyed Blonde, P.O.D. & Co. Cool - denn hier wird schon ordentlich gegroovet. "Douche Bag" kann mit guten Gesangsmelodien aufwarten.
Während einige Kollegen den zweiten Teil der Scheibe als zu poppig empfinden, kann ich diese Kritik nicht nachvollziehen. Zwar sind "Walking Away" und "Autotunage" etwas ruhiger ausgefallen, mit "90.2.10" liefert die Band aber den wohl besten Song der Scheibe ab, da das Arrangement sehr variable ist und der Refrain richtig reinhaut. "Why Try" ist ein weiterer gitarrenlastiger Song nach bestem Nu Metal Rezept. Und "Killer in You" hätte man sich dann zwar sparen können, doch vielleicht finden sich Beastie Boys Fans, die auch an diesem Song Gefallen finden.
Unterm Strich bleibt ein überraschend hartes Album, das alle Zutaten eines typischen Nu Metal Albums enthalten. Für mich fast das stärkste Album von Team Durst.
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