Im Vorfeld wurden z.T. hohe Erwartungen geschürt, doch wie sagte Altkanzler Kohl einst so treffend? Hinten scheißt die Ente. Was bleibt also unterm Strich von "Lulu"? Hören wir doch mal rein, wa die Fans so sagen: "Aber das klingt ja wirklich schrecklich, wer hat diesen Lou Reed ans Mic gelassen, das kriegt ja jeder Karaokesänger mit 5 Bier intus besser hin *kotz*"; "Lou Reed ist schon ein ganz schöner Fuchs, wie er es geschafft hat Metallica lächerlich zu machen und selbst als verwirrter, alter Mann daneben zu stehen und sich ins Fäustchen zu lachen, weil er die Kohle der Metallica Fans miteinheimst." "....versuche gerade, was positives an diesem "werk" zu finden....wahrscheinlich wirds der sound sein.", "Habs mir komplett angehört und ich finde es gut. Nicht sehr gut, weil ein, zwei Songs zuu lang geratenb sind, aber ansonsten passt alles toppi paletti." Während die Suedeutsche Zeitung auf ihrer Website von "großer Kunst" spricht, scheint den meisten Fans dafür das Verständnis zu fehlen, ähnlich wie der Putzfrau des Dortmunder Ostwall Museums, die kürzlich die Patina-Schicht aus der 800000 teuren Installation Martin Kippenbergers entfernte. Fans wollen eben gute Musik hören, da spielt es keine Rolle, ob hier Frank Wedekinds "Lulu" interpretiert wurde oder der lokale Schlachthof besungen wird. Während "The View" mit recht hörenswerten Riffs aufwarten kann, dürfte der Katzenjammer des Openers "Brandenburg Gate" bei jeder Castingshow zum sofortigen Rauswurf führen. In entsprechender Lautstärke dürfte das schräge Gedudel gar den Putz vom Brandenburger Tor spielen. Letztlich bleibt mal wieder die Frage: "Ist das Kunst, oder kann das weg?" Metallica haben sicherlich einige gute Riffs geschrieben - diese hätte man sich aber vielleicht eher in Reinkultur auf einem Thrash Metal Album gewünscht. Insgesamt ist mir die Scheibe viel zu schräg und ich kann mit den Songs wenig anfangen. So kann man am Ende wohl nur feststellen, dass wir es bei "Lulu" mit dem Ergebnis einer Selbstverwirklichung fünf gestandener Musiker zu tun haben, die in dieser Form aber nicht wirklich hörenswert ist. Eine Fortsetzung brauche ich jedenfalls nicht!
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