Loverboy - Rock ‘n’ Roll Revival
VÖ: 24. August 2012 • Label: Frontiers
Loverboy zählen zweifelsohne zu den schillernden Namen in der Classic Rock Szene – was durch die derzeitige Tour mit Journey und Pat Benatar unterstrichen wird. Ich habe lediglich das 1987 „Wildside“ Album im Schrank stehen. Obwohl man sowohl in den USA als auch in Kanada Gold mit dem Album holen konnte, gilt es dennoch als das schwächste Werk der Rocker, die zuvor Platinum verwöhnt waren. Entsprechend wurde es dann auch zunächst 10 Jahre still um Mike Reno & Co.
Nachdem 2007 mit „Just Getting Started“ ein neues Studioalbum der, rote Lederhosen tragenden Rockveteranen erschien, folgt 2009 ein Greatest Hits Album. „Rock’n’Roll Revival“ dürfte nun als Mischung aus den beiden Vorgängern verstanden werden. Mit dem Titeltrack, „No Tomorrow“ und „Heartbreaker“ hat man drei neue Songs eingespielt. Der Rest der Scheibe sind neue Aufnahmen alter Hits, die mit Hilfe Bob Rocks für das 21. Jahrhundert fit gemacht wurden.
Ich muss gestehen, dass auch diese Scheibe der Liebesdiener bei mir kaum für en verliebtes Kribbeln in der Magengegend sorgt. „Rock’n’Roll Revival“ ist ein vorhersehbarer Classic Rock Song mit recht kernigem Gitarrensound, aber ohne wirkliches Hitpotential. „No Tomorrow“ besingt philosophische Weisheiten über Vergangenheit und Zukunft und kommt in beschaulichem Schunkelton daher – gäbe es eine Steel Guitar und ein paar jammernde Fiddels, würde der Song durchaus als rockige Country Nummer á la Brooks & Dunn oder Lonestar durchgehen. „Heartbreaker“ erinnert in der ersten Minute etwas an Thunders Interpretation von „Gimme some Lovin‘“, trällert dann aber auch – trotz einiger zackiger Jauchzer von Frontröhre Reno – eher belanglos vor sich hin.
Soweit die neuen Kompositionen, bleiben noch die neun Neuaufgüsse der alten Hits, darunter die größten Erfolge der Band: „Working For The Weekend“ oder „Turn Me Loose“. Also ab zum Praxistest. Der Himmel wird auf blau gestellt, die Sonne angeknipst, Autoradio aufdrehen und ab auf die Bahn. Doch das Ergebnis ist ernüchternd: Langeweile wohin das Ohr hört, der Finger zuckt nervös an der Forward-Taste. Lediglich bei „Lovin‘ Every Minute Of It“ bleibt man mal hängen. „When it’s over“ nervt mit nicht enden wollendem Geplänkel am Ende des Songs, „Hot Girls In Love“ startet zwar flott, verstrickt sich dann aber auch irgendwie in der eigenen Unterbuchse bevor es zum Vollzug kommt. Im Mittelteil wird dann mit überflüssigem Bassgezupfe jede Erotik aus dem Stück genommen, nur um die Nummer auf amtliche 8.14 Minuten hinauszuzögern.
Fazit: Loverboy wirken bei mir auch nach 30jähriger Bandgeschichte nicht aphrodisierend. Um an junge Wilde wie Crazy Lixxs oder alte Weggefährten wie Triumph, Danger Danger oder Dirty Looks heranzukommen braucht die kanadische Combo eine ganz gehörige Portion Viagra. So wird das jedenfalls nichts.
Nachdem 2007 mit „Just Getting Started“ ein neues Studioalbum der, rote Lederhosen tragenden Rockveteranen erschien, folgt 2009 ein Greatest Hits Album. „Rock’n’Roll Revival“ dürfte nun als Mischung aus den beiden Vorgängern verstanden werden. Mit dem Titeltrack, „No Tomorrow“ und „Heartbreaker“ hat man drei neue Songs eingespielt. Der Rest der Scheibe sind neue Aufnahmen alter Hits, die mit Hilfe Bob Rocks für das 21. Jahrhundert fit gemacht wurden.
Ich muss gestehen, dass auch diese Scheibe der Liebesdiener bei mir kaum für en verliebtes Kribbeln in der Magengegend sorgt. „Rock’n’Roll Revival“ ist ein vorhersehbarer Classic Rock Song mit recht kernigem Gitarrensound, aber ohne wirkliches Hitpotential. „No Tomorrow“ besingt philosophische Weisheiten über Vergangenheit und Zukunft und kommt in beschaulichem Schunkelton daher – gäbe es eine Steel Guitar und ein paar jammernde Fiddels, würde der Song durchaus als rockige Country Nummer á la Brooks & Dunn oder Lonestar durchgehen. „Heartbreaker“ erinnert in der ersten Minute etwas an Thunders Interpretation von „Gimme some Lovin‘“, trällert dann aber auch – trotz einiger zackiger Jauchzer von Frontröhre Reno – eher belanglos vor sich hin.
Soweit die neuen Kompositionen, bleiben noch die neun Neuaufgüsse der alten Hits, darunter die größten Erfolge der Band: „Working For The Weekend“ oder „Turn Me Loose“. Also ab zum Praxistest. Der Himmel wird auf blau gestellt, die Sonne angeknipst, Autoradio aufdrehen und ab auf die Bahn. Doch das Ergebnis ist ernüchternd: Langeweile wohin das Ohr hört, der Finger zuckt nervös an der Forward-Taste. Lediglich bei „Lovin‘ Every Minute Of It“ bleibt man mal hängen. „When it’s over“ nervt mit nicht enden wollendem Geplänkel am Ende des Songs, „Hot Girls In Love“ startet zwar flott, verstrickt sich dann aber auch irgendwie in der eigenen Unterbuchse bevor es zum Vollzug kommt. Im Mittelteil wird dann mit überflüssigem Bassgezupfe jede Erotik aus dem Stück genommen, nur um die Nummer auf amtliche 8.14 Minuten hinauszuzögern.
Fazit: Loverboy wirken bei mir auch nach 30jähriger Bandgeschichte nicht aphrodisierend. Um an junge Wilde wie Crazy Lixxs oder alte Weggefährten wie Triumph, Danger Danger oder Dirty Looks heranzukommen braucht die kanadische Combo eine ganz gehörige Portion Viagra. So wird das jedenfalls nichts.