Luminare Christmas – Mistletoe Madness
VÖ: 21. November 2024 • Label: Frontiers
Alle Jahre wieder erklingen Neubearbeitungen klassischer Weihnachtslieder sowie weihnachtliche Eigenproduktionen. Was früher eher das Metier von den Peter Alexander & Co war, ist auch schon lange in der Rock- und Metalszene angekommen. 2024 wollen nun also LUMINARE CHRISTMAS für weihnachtlichen Glanz in unseren Hütten sorgen.
TWISTED SISTER haben es getan. ROB HALFORD hat es getan. Ebenso wie STEVE VAI, JOE SATRIANI, DIE TOTEN HOSEN, ERNSTFALL und viele andere. LUMINARE CHRISTMAS orientieren sich allerdings am ehesten am TRANS-SIBERIEN ORCHESTRA. Dass sich die Truppe jedoch vordererst an ein amerikanisches Album wendet, wird spätestens bei „Like A Child“ deutlich, welches nach TAYLOR SWIFT zu deren Country Music Zeiten klingt und auch problemlos bei Walmart als Hintergrundbeschallung laufen könnte. Und auch „You Look Like Christmas“ greift gesanglich durchaus das Timbre eines Country Christmas Songs auf. Die Instrumentals fischen allerdings vor allem im Becken von TSO, so dass „Toy Soldier“ oder „A Ray Of Hope“ wenig eigenständig klingen. In Songs wie „Winter“ setzt man auf das Miteinander von Violine und harten Gitarren. Und neoklassische Arrangements durchziehen die gesamte Spielzeit von gut 36 Minuten. Die Grenzen zum Musical sind hier naturgemäß fließend.
Der Mistelzweig spielt ja vor allem im englischsprachigen Raum zur Weihnachtszeit eine große Rolle und soll Schutz vor bösen Geistern und Feuer bieten. Aber die Verbreitung des pflanzlichen Parasiten findet eben auch über den Kot von Vögeln statt und führt schlimmstenfalls zum Absterben des Trägerbaums. Unterm Strich konnten sich LUMINARE CHRISTAMS auf „Mistletoe Madness“ nicht ganz vom unangenehmen Geruch des erwähnten Verbreitungsmediums befreien, auch wenn ich die Scheibe mittlerweile nicht mehr so schlimm finde wie anfangs. Und dies sage ich im vollen Bewusstsein dessen, dass ich ein mit Kitsch überladenes Album wie MAJESTICAs „A Christmas Carol“ jedes Jahr von neuem abfeiere. LUMINARE CHRISTMAS erzeugen bei mir bestenfalls mit „Carol of the Bells“ einen kurzen Anflug von Weihnachtsstimmung, der Rest des Albums holt mich aber trotz bester Absichten meinerseits nicht ab. Wo TSO bewegt und begeistert, herrscht bei LUMINARE CHRISTMAS leider weitgehend Langeweile. Das heißt nicht, dass die beteiligten Musiker nicht gut wären, im Gegenteil. Und ich kann mir auch vorstellen, dass das Spektakel live nochmal ganz anders rüberkommt. Sofern die Eintrittskarte deutlich günstiger ist als bei TSO, kann man LUMINARE CHRISTMAS vielleicht auch gut als Weihnachtsband für den schmalen Geldbeutel anpreisen. Ich würde es mir ansehen.
Fazit: LUMINARE CHRISTMAS beherrschen zweifellos ihr Handwerk und präsentieren sich als fleißige Weihnachtsmusikwichtel. Allerdings kommen sie mit ihrer Idee dreißig Jahre zu spät, denn das TRANS-SIBERIEN ORCHESTRA hat alles was es auf „Mistletoe Madness“ zu hören gibt bereits gemacht, nur eben besser!
TWISTED SISTER haben es getan. ROB HALFORD hat es getan. Ebenso wie STEVE VAI, JOE SATRIANI, DIE TOTEN HOSEN, ERNSTFALL und viele andere. LUMINARE CHRISTMAS orientieren sich allerdings am ehesten am TRANS-SIBERIEN ORCHESTRA. Dass sich die Truppe jedoch vordererst an ein amerikanisches Album wendet, wird spätestens bei „Like A Child“ deutlich, welches nach TAYLOR SWIFT zu deren Country Music Zeiten klingt und auch problemlos bei Walmart als Hintergrundbeschallung laufen könnte. Und auch „You Look Like Christmas“ greift gesanglich durchaus das Timbre eines Country Christmas Songs auf. Die Instrumentals fischen allerdings vor allem im Becken von TSO, so dass „Toy Soldier“ oder „A Ray Of Hope“ wenig eigenständig klingen. In Songs wie „Winter“ setzt man auf das Miteinander von Violine und harten Gitarren. Und neoklassische Arrangements durchziehen die gesamte Spielzeit von gut 36 Minuten. Die Grenzen zum Musical sind hier naturgemäß fließend.
Der Mistelzweig spielt ja vor allem im englischsprachigen Raum zur Weihnachtszeit eine große Rolle und soll Schutz vor bösen Geistern und Feuer bieten. Aber die Verbreitung des pflanzlichen Parasiten findet eben auch über den Kot von Vögeln statt und führt schlimmstenfalls zum Absterben des Trägerbaums. Unterm Strich konnten sich LUMINARE CHRISTAMS auf „Mistletoe Madness“ nicht ganz vom unangenehmen Geruch des erwähnten Verbreitungsmediums befreien, auch wenn ich die Scheibe mittlerweile nicht mehr so schlimm finde wie anfangs. Und dies sage ich im vollen Bewusstsein dessen, dass ich ein mit Kitsch überladenes Album wie MAJESTICAs „A Christmas Carol“ jedes Jahr von neuem abfeiere. LUMINARE CHRISTMAS erzeugen bei mir bestenfalls mit „Carol of the Bells“ einen kurzen Anflug von Weihnachtsstimmung, der Rest des Albums holt mich aber trotz bester Absichten meinerseits nicht ab. Wo TSO bewegt und begeistert, herrscht bei LUMINARE CHRISTMAS leider weitgehend Langeweile. Das heißt nicht, dass die beteiligten Musiker nicht gut wären, im Gegenteil. Und ich kann mir auch vorstellen, dass das Spektakel live nochmal ganz anders rüberkommt. Sofern die Eintrittskarte deutlich günstiger ist als bei TSO, kann man LUMINARE CHRISTMAS vielleicht auch gut als Weihnachtsband für den schmalen Geldbeutel anpreisen. Ich würde es mir ansehen.
Fazit: LUMINARE CHRISTMAS beherrschen zweifellos ihr Handwerk und präsentieren sich als fleißige Weihnachtsmusikwichtel. Allerdings kommen sie mit ihrer Idee dreißig Jahre zu spät, denn das TRANS-SIBERIEN ORCHESTRA hat alles was es auf „Mistletoe Madness“ zu hören gibt bereits gemacht, nur eben besser!