Es wird Kritik hageln! Rob Flynn hatte schon im Vorfeld angekündigt, dass "Catharsis" mitnichten das härteste Album der Karriere der Thrasher wird und er hat Wort gehalten. Nachdem man mit "Burn My Eyes" und "The More Things Change" Mitte der Neunziger die (New-) Thrash-Szene im Sturm genommen hatte, wandte man sich mit den Nachfolgern eher dem unsäglichen Nu-Metal zu und verprellte viele seiner Fans. Die wurden dann mit epochalen Alben wie "Through The Ashes Of Empires" und vor allem "The Blackening" wieder versöhnt, nur um jetzt erneut vor den Kopf gestoße zu werden. Mit seinen knapp 75 Minuten Spielzeit und 15 Songs wirkt "Catharsis" fast wie eine Werkschau – mit allen Hochs und Tiefs.
So könnten "Volatile" oder "Kaleidoscope" auch auf den ersten beiden Alben stehen, während die "Supercharger"-Phase mit (meiner Meinung nach misslungenen) Nummern wie "Triple Beam" oder "Psychotic" abgedeckt wird. Der Neunminüter "Heavy Lies The Crown" wäre auch auf "The Blackening" gut gekommen. Zudem wagt man sich mit dem folkig-punkigen "Bastards" und den beiden Balladen "Behind The Mask" und "Eulogy" auf stilistisches Neuland.
Man muss den Mut von MACHINE HEAD bewundern, auf "Cathrasis" nicht nur Dienst nach Vorschrift zu machen. Leider jedoch wirkt das Album zerrissen und bietet neben gelungenen Songs auch etliche Rohrkrepierer. Insgesamt kein schlechtes Album, sicherlich aber auch keines der Highlights in der MACHINE HEAD-Diskografie.
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