Tatsächlich kreist der Planet „Mad Hatter“ im Wesentlichen um die musikalische Lichtgestalt Petter Hjerpe, der die Band mehr oder weniger im Alleingang betreibt. Zumindest war das auf dem Debüt aus dem Jahr 2018 noch der Fall. Mittlerweile hat Petter den Bass und die Gitarre an neue Mitstreiter angegeben und am Alfred Fridhagen sitz ein alter Weggefährte an der Schießbude. Und schon sieht die Schose ganz anders aus, denn im Grunde sind alle Bandmitglieder relativ unbeschriebene Blätter, die nun mit MAD HATTER zum Angriff an der Melodic Metal Front ansetzen. Dabei liegen Vergleiche mit Bands wie HELLOWEEN oder EDGUY wohl am offensichtlichsten auf der Hand. Und man muss den verrückten Hutmachern zugestehen, dass sie mit „Rutledge Asylum“ einen echten Hit im Programm haben. Obwohl die Band auch FREEDOM CALL als Einfluss nennt, weisen „The Children From The Stars“ oder „I’ll Save The World“ doch durchaus einen höheren Härtegrad auf. Weichgespült wird im Hause MAD HATTER also nicht. Stattdessen versucht man große Melodien mit guten Arrangements, kernigen Riffs und ernstzunehmendem Metal zu kombinieren. Wenn ihr in einer sternenklaren Nacht mal Richtung Norden schaut, dürftet ihr über Schweden ein neues Melodic Metal Sternchen schimmern sehen. Natürlich bieten MAD HATTER stilistisch wenig Neues, doch die Band zelebriert auf ihrem Zweitwerk das Handwerk des Melodic Metal ausgesprochen gekonnt, so dass man „Pieces of Reality“ guten Gewissens weiterempfehlen kann.
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