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Mad Hatter’s Den - Welcome to the Den

VÖ: 30. Oktober 2013   •   Label:  Inverse Records

Zwar wurde dem Hutmacher, der nur außerhalb des Romans den Beinahmen „verrückt“ erhielt, der Kopf nicht abgeschlagen, aber doch hat die Zeit für ihn und seinen Freund, den Märzhasen, angehalten, so dass es ständig Tea-Time ist. Kein Wunder also, dass die Finnen aus Tampere mit ihrem ersten Longplayer freudig in die Wohnstube des Hutmachers einladen.

Nach einer EP und einer Single war die Zeit reif für einen Rundumschlag, der in der Fachwelt unterschiedlich aufgenommen wurde. Während einige Kollegen kritisierten, dass der Fünfer zu sehr in die eigenen musikalischen Fähigkeiten verliebt sei und zu wenig Gewicht auf die Song gelegt habe, attestieren andere Kollegen der Band durchaus Potential. Wie soll man sich nun also entscheiden? Gut, dass ihr euch wieder zum TWILIGHT MAGAZIN durchgeklickt habt, denn bekanntlich gibt es verschiedene Geschmäcker, aber wir schreiben immer wie es wirklich ist.

Während der MAD HATTER in einer früheren Zeichentrickversion durch das unterhaltsame „Viel Glück zum Nicht-Geburtstag“ begeistern konnte, liegt das Hauptaugenmerk bei MAD HATTER’S DEN dann doch eher auf dem melodischen Power Metal. Klar, dass man zunächst Vergleiche mit Landsmännern wie STRATOVARIOUS (z.B. die ausführliche neobarocke Keyboardisierung in „Legacy of the Kings“) angeführt werden müssen. Aber die Fünf haben auch progressive Elemente der Marke SONATA ARTICA im Programm (z.B. „Journey“). Doch wir finden selbstverständlich auch Hinweise auf deutsche Acts wie AT VANCE oder auf Vorlieben hinsichtlich der NWoBHM.

Ich kann beim besten Willen nicht feststellen, dass den Herren Finnen beim Songwriting die progressiven Pferde durchgegangen sind, so dass das Songgespann abgehängt worden wäre. Mit Songs wie „The Dark Wheel“, „Welcome To The Den“, Sinister Monologue“ (bärenstarker Song!) oder „Blind Leading The Blind“ werden hier wirklich starke Melodic Metal Titel abgeliefert. – und dass die Band handwerklich nicht untalentiert ist schadet ja nicht. Überall wird „Shadow Lord“ als herausragender Track des Albums angepriesen. Zwar handelt es sich hier um einen starken Song, aber für mich fällt er im Vergleich zu den o.g. Titeln schon fast schwächer aus.

Eins ist also klar, MAD HATTER’S DEN stehlen einem mit ihrem Debüt keineswegs die Zeit – im Gegenteil, sie würden der „Queen of Hearts“ wohl sogar ein verschmitztes Lächeln aufs Gesicht zaubern. Und nachdem aus Disneys „Alice in Wonderland“-Film ja nun endlich auch ein Buch gemacht wurde, bleiben für 2013 kaum noch Wünsche offen. Viel Glück zum Nicht-Geburtstag sag ich da nur.

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