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Majestic Downfall - ...When Dead

VÖ: 06. August 2015   •   Label:  Pulverised Records

Hauptsache schwermütig Heavyness und hammerharte Düsternis. Dementsprechend sind die tiefen Growls obligatorisch. Klargesang wird man in der Hölle wahrscheinlich vergebens suchen. Charakteristisch ist darüber hinaus die Überlänge der Songs. Denn das neue Opus „... When Dead“ umfasst lediglich fünf Songs, von denen nur der instrumentale Opener und Titeltrack '… When Dead' mit seinen knapp drei Minuten deutlich unter den mindestens 11 Minuten der anderen Songs bleibt.

Die restlichen vier Songs sorgen in überzeugender Manier für ein wahres Wechselbad der Gefühle. Deshalb passt auch der Albumtitel so gut. Denn man fühlt sich mit jedem Ton in die ungastliche und dunkle Unterwelt versetzt, in der man als leblose Seele in dem einen Moment gemächlich auf der Barke des Fährmanns Charon über den Unterweltfluss Styx dahingleitet. Da dominiert dann hypnotische Atmosphärik, gerne auch einmal ohne Verzerrung der Gitarren, im anderen Moment hingegen scheint man vom dreiköpfigen Höllenhund Cerberus unbarmherzig gehetzt zu werden, da nehmen die virtuosen Riffs dann an Brutalität und Härte zu und die Double-Bass kommt zum Einsatz, mitunter auch in schwarzmetallischer Manier ('Doors').

Somit wechseln sich die doomigen und die deathigen Phasen ab, wabern organisch wie undurchdringliche Unterweltnebel ineinander über, so dass unterschiedlichsten Schattierungen der Finsternis entstehen: von trübsinniger Schwermut und wehmütiger Hypnotik über passionierte Schwere bis hin zu düsterer Brutalität, und dass immer vor dem Hintergrund der dazu passenden Melodik ('Escape My Thought'), die sich mitunter auch in souligen und leidenden Gitarrensoli manifestiert ('The Rain Of The Dead'). Hammer!

Fazit: Auch mit „...When Dead“ ist Jacobo Córdova ein meisterhaftes Werk gelungen, das sich virtuos in den blackened Doom- und Death-Metal-Gefilden bewegt und den Zuhörer auf eine wahre Achterbahnfahrt durch die infernale Düsternis mitnimmt. Düstere Atmosphärik trifft auf melodische Schwere und riffige Brutalität. METAL OF DEATH!

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