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Marko Hietala - Pyre of the black Heart

VÖ: 23. Januar 2020   •   Label:  Nuclear Blast
Nightwish-Fans werden vermutlich enttäuscht sein, dass Marko Hietala auf seinem ersten Solo-Album ganz andere Töne anklingen lässt, als bei seiner Hauptband. Aber genau das dürfte auch der Grund gewesen sein, ein solches Solo-Album aufzunehmen. Viel Atmosphäre, Akkustik-Gitarren, ruhiger Gesang und experimentelle Sounds. Ideen, welche in diese Richtung gehen, hat Marko über die vielen arbeitsreichen Jahre mit Nightwish ausreichend gesammelt, aber konnte diese aus Zeitmangel nie entsprechend umsetzen. Da sich Nightwish aber nach der letzten 18 monatigen Tour eine Auszeit gönnen, war der Zeitpunkt gekommen, das Soloprojekt einzutüten und auch gleich noch eine Tour dranzuhängen, die Anfang Februar beginnt. Aus der Tatsache, dass dann doch einige der besagten Ideen im Nightwish-Repertoir gelandet sind, macht Marko keinen Hehl. Ich denke da an Nightwish´s "The Islander" vom 2007er Album "Dark Passion Play", bei dem Marko den Gesangspart übernommen hat. Musikalische Parallelen zu seinem Stil auf "Pyre of the black Heart" sind unverkennbar.
"Also wenn ich überhaupt ein Ziel hatte, dann war das, mir selbst einfach keine Grenzen zu setzen, sondern stattdessen ein unberechenbares, spontanes, abenteuerliches, wildes und zugleich intimes Solo-Album zu erschaffen. Und wenn ich mir jetzt das fertige Album selbst anhöre, kann ich ganz ehrlich sagen, dass ich – oder vielmehr wir es geschafft haben... Die Platte ist eine wirklich vielfältige Achterbahnfahrt, die eifrige Hörer in eine Welt tiefer Emotionen und starker Gefühle befördert!"...so der O-Ton von Marko aus dem Pressefolder....
Dem ist nichts hinzuzufügen, wenn man sich die Songs angehört hat.
So ist der Opener "Stones" ein klassischer Rocksong, der dezent mit Orchestersounds untermalt wird. "The voice of my father" hat dann schon einen sehr balladesken Charakter. Experimentell wird es bei "Star, Sand an Shadow" mit einem Techno-Loop-Sound, der dann relativ abrupt vom Gitarrensound unterbrochen wird. In Summe gesehen aber ein weiterer guter Rocksong. Folkloristische Elemente dürfen natürlich bei einer Skandinavischen Band nicht fehlen und werden bei "Runner of the Railways" bedient. "I Dream" darf in die Kategorie "epische Ballade" einsortiert werden. Der letzte Song des Albums "Truth shall set you free" könnte vom Charakter mit dem oben genannten Nightwish Song "The Islander" verglichen werden. Ein einfühlsamer Akkustik-Song.
Marko Hietala beschreibt den Stil seines Solo-Albums selber als "Hard Prog", was zum Teil sicherlich zutrifft. Auf jeden Fall kann man sagen, dass er seinen eigenen Stil gefunden hat, der nicht nur durch die Stimme einen hohen Wiedererkennungswert hat.

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